Der gefangene Kosak wurde dem General Längerenzurückgeschickt. Einige Arbeiter hatten sich auf den Hö-hen bey Möckern gezeigt; zwey Kanonenschüße vow gro-ßen Kaliber zerstreuten sie.
Den 15ten März.
Die Vorposten an der Mühle hörten deö Abend-trommeln; sonst blieb Alles ruhlg.
Eert 'Ansang des Monats Mär; wurde der Dienstin der Festung durch die zunehmende Verminderungder baierncken Besatzung von Tag zu Tag beschwerli-cher; sie zahlte schon über 600 Todte und hatte gegen2000 Mann in den Spitälern. Die Ausgaben, welchedurch die Umstände veranlaßt wurden, notlngten zuaußerordentlichen Maaßregeln. Man veranstaltete einengezwungenen Verkauf des der polnischen Regierung ge-hörten Salzes, so wie auch einiger der Besatzung ent-behrlichen Getreide - Vorräthe. 26)
26 ) Der Ehes der Artillerie der Festung hatte dem Gou-verneur einen Vorschlag übergeben zur Räumung derPlatzes, in? Falle die längere Behauptung desselben un-möglich, und die Kriegsgefangenschaft der Besatzung un-vermeidlich seyn sollte; — dieser gieng in Kürze dahin,die ganze Besatzung, vom Gouvernements - Stab ab,warts bis zur dienstbaren Mannschaft, im Ganzen etwasüber 2500 Köpfe, in Zwey großen Schiffen, welche jedermit einer Haubitze und einer 8 Pfünder Kanone nach Ar^der Kanonier - Schaluppen bewaffnet seyn sollten, undderen Flanken durch hohe, doppelte, mit Sand undWerg ausgefüllte Bohlenwände vor dem feindlichenFeuer geschützt rvürden, — einzuschiffen, und nach Der-nagelung des Festungsgeschühes und Zukücklassung derKranken, Abends nach Sonnenuntergang Thorn zu ver-lassen, um unter dem Schutze der Nacht, stromabwärts,