Lernten. Von beyden (Seiten beschränkte man sich aufdie innere Ausbesserung der Batterien.
Endlich, zum viersenmale im Laufe des TageS, warman zusammen gekemwen, um die Grundlagen einerCapilulation zu bestimmen, als der russische Generalungeduldig über die ö)a-tnäcklgkcit, mit welcher mandie Beybehaltung der V äffen verlangte und über dieVerzögerung, welche, wie er sagle, die Besatzung,blos um Zeit zu gewinnen, vervielfältigte, eine neueRedaktion vorlegte und zugleich den Befehl gab, dieBeschießung wieder anzufangen und so lange fortzuse-tzen, bis jene Redaktion definitiv angenommen wäre.Die beyden Generalstabs - O h fs hatten kaum die äu-,ßersten Barrieren erreicht und die Truppen auf ihre Po-sten zurückgesandt, als alle fe ndlichen Batterien zu feu-ern anfieugen. Die der Festung antworteten durchein unausgesetztes und so schnelles Feuer, daß im Laufeeiner Stunde alle disponiblen Munitions - Verratheerschöpft waren; die Thätigkeit der feindlichen Artillerieließ schon merklich nach, die unsere war in Begriff,ihr Feuer auS Mangel an Munition gänzlich einzustel-len, als die weiße» Fahne auf dem Cavalier Nro. II.aufgepflanzt wurde. Diese letzte Kanonade that demFeinde sehr großen Schaden, da beynahe alle seine Leuteausser den Laufgräben waren; dem Oberst Michaud, 57)Befehlshaber der Ingenieurs, riß eine Kanonenkugeleinen Arm weg, es war der fünfte höhere Offizier,
57) Nach dem von Plotho (7. TI. Deyl. Xll. S. 74-) mitge-theilten russischen Tegebuche dieser Belagerung wurdeder Oberstlieutenant Michaud schon in der Nacht vemroten auf den liien April verwundet.