Der Verfasser beginnt mit der Schilderung der ge<wohnlich ausserdienstlichen Beschäftigung des Offiziers,bezieht sich auf den Aufsatz, über die Bildung deSOffiziers vom Hauptmann Düring, in der Zeitschirfr fürKriegs-Wissenschaft Sluttgard 1820. 111. Heft 2- Jahr-gang, und gianbt dieselbe Ansicht über das Leben deSOffiziers in der Garnison, auch aus unsere Armee, nachseiner Ueberzeugung übertragen zu müssen; wobey erzwar zugiebt, daß sich Ausnahmen finden würden, imGanzen aber die Schilderung dieser Lebensweise dochim Allgemeinen anwendbar sey.
Es wäre hier überfiüßig den' täglichen Dftnst desOffiziers im Detail bezeichnen zu wollen, ein jederMilltair unserer Armee kennt die Funktionen desselbenzur Genüge, und wird sonach wohl ermessen, daß wennder Offizier, er seye nun Hauptmann oder Lieutenantsich den Unterricht der ihm Untergeordneten, die Auf-sicht über selbe, die Handhabung der Ordnung, miteinem Worte den Dienst, der an und für sich diepflichlmäßige Hauptbeichäfligung des Offiziers ist, undbleiben muß, nach den bestehenden viele» Vorschriftenangelegen seyn laßt, er nnmoglich soviel Zeit gewinnenkann, um solche wie der Verfasser sehr irrig glaubt,wieder nutzlos vergeuden zu können.
Das unausgesetzte, das ganze Fahr andauerndeExercieren, die Militair-Promenade», das Schießennach der Scheibe >m Früh- und Späljahre, die MengeVerhörs und Commissionen, die so nothwendigen Unter-weisung deö Soldaten in moralischer Beziehung, inseinen Dienstverhältnissen, erfodern so viele Zeit, die denOffizier meistens den ganzen Tage in Anspruch nimmt,und der Borwurf deö Müßigangö, den der Verfasser