Band 
Dritter Band.
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fladt überfallen und besetzen ließ — als 12000 jungeDaiern unter die österreichischen Truppen in Ungarnund Italien gesteckt werden sollten und diese sich flüch-tend, mit gewaffneter Hand zusammengefangen, mißhan-delt, und niedergemacht wurden, da rief Gemalt wiederGemalt hervor und auf dem Lande, wie in den Städtenrettete man sich zusammen und entwarf Pläne zurVertreibung des Feindes, Bcfreyung des Landes nudWiedereinsetzung deS Kurfürsten. Die Oesterreichswelche sich gegen diesen Aufstand nicht gewachsen glaub-t>n, riefen einen Theil der auf dem Marsche nach Ita-lien begriffenen Truppen zurück und von allen SeitenHülfstruppen herbey.

Bey den aus Italien zurückkehrenden Truppen be-fand sich nun der Verfasser nachfolgender Bliese, die-selben erschienen zwar bereits im Jahre 170Ö zu Frey-fladt im Drucke, allein wie eS scheint, in sehr wenigenExemplaren, so, daß selbst die königliche Hofbibliothekund das Rcichsarchiv keines davon besitzen.

Ein Exemplar besaß der bekannte kurbaierischeRevisionsrath von Lippert und dieses schrieb der würdi-ge baierische Geschichts - Sammler, Pfarrer Nagel vonMoosburg ab, welche Abschrift hier vorliegt.

Dasjenige, was man zur Berichtigung oder sonstals interessant bemerken zu müssen glaubte, ist in ge-sonderten Noten beygefügt.

Vor Allem aber, darf nie vergessen werden, daßdiese Briefe aus der Feder des Feindes flössen —woran jedoch der Verfasser selbst, den Leser unwillkürlichfast auf jeder Seite erinnert.