Band 
Dritter Band.
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speisen müssen. Da sie dann gesagt, weil sie nicht-mehr übrig alö diese» behalten hatten, so sollte er ohneWeigerung mitessen 6). Sonst«« haben sie auch di«Amtleute gezwungen, ihre per Force zu Soldaten ge-machte Kameraden wieder loszulasien, und unter Com-maudo eines Bauren, so sich vor einen Obersten aufge-worfen, mit Namen Zockel 7) eiue ziemlich« Anzahltleute auf die Beine gebracht, zu welchen kurz darausein ander Schelm, so den Namen Rieppel führte,mit vieler Mannschaft unter dem Titel eines General-geflossen. Hierauf hat der Oberst de Wend als hiesi-ger Commandant aus diesem Platze und andern nmliegenden Oertern IOOO Mann gezogen, und eine Truppjctztgemeldter Bauern in etliche 100 Mann bestehendunter gedachtem Obersten Zockel bey Biburg ange-griffen, da dann alles bis auf 60 Mann, so erschossenworden, das NeißauS gegeben, eilf andere aber dersel-ben sind gefangen, und alsobald gehenkt worden. Nächstdiesem ist er auch auf das CorpS des Generals RieppelS,so in 1500 Mann bestanden, geflossen, da denn gleichfallsderselben über 100 Mann erschossen, etliche 30 aber

6) Jschokke im III. Bande auf Seite 5i5- rühmt diesenDorfall als sehr edel, und er war eS auch in der That,indem sie den Oberstlieutenant als Repräsalie hätten be-handeln können; denselben aber statt dessen freyjulasseaweil er zu dem Gnadenbilde nach Altenötting zu wall,fahrten vorgab, ist ein karakteristischer Zug, dieses ta-pfern, patriotischen und frommen Volkes.

7) Der thätigste der Anführer war Georg Sebastian Plin-g a n s e r , aus Pfarrkirchen , er führte den Titel einesLand - Oesensions - Kriegs- Kommissär, und unterschriebsich meistens mit dem Kamen W o r m b s.