Band 
Dritter Band.
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,cbst dem kommandircnden Herrn Bauerngenerol Niepelgefangen, und der Rest in die Flucht geschlagen wor-den. Dessen aber ungeachtet, haben sich die Bauerndennoch immermehr und mehr verstärkt, so daß sie inmedio Novembris bereits biS auf 12000 Mann ange-wachsen, welches denn allhier eine ziemliche Conster-nation verursachet, die auch nicht allerdings ohne tzffektgewesen; indem sie um Braunau, Eggenseld und Burg-hausen alles zur Aufruhr forciret, ein a parte Corpovon etlichen 1000 Bauern versammlet, die alles maffa-rriret , jwas ihnen nur vorgekonimen, da denn diesesUnglück unter andern 40 Husaren betroffen, welche siegetödet, nicht weniger eine» erzbischoflichen salzburgi-schen Carbinirer, den sie zwischen Lausen undBurghausen attrapirr. Hierauf haben sie unterCommando deS Pflegers von Mühlheim, und deSBrauers von Altheim Söhnen, so sich als Offijiererder Bauern ausgeworfen, ein Oeeroin den 4ten ausBuighansen enlreprenirt ü) da ein gewisser Handschuh-

L) Der ursprüngliche Plan dieser bewaffneten Landleutegieng dahin, vorerst sich einiger festen Plätze an der Do-nau und dem I»n, durch Verjagung der österreichischenBesatzungen, zu versichern, und von dort aus, die An-kunft französischer Hülfstruppen, mit dem skurfrüstenan der Spitze abzuwarten. Es waren aber damahls diekaiserlichen Truppen noch zu wenig in Italien beschäf-tigt, und das Besatzungs - Heer noch in seinem Winter-Quacticr, mithin dasselbe jeden Augenblick gegen dieanrückenden Bauern disponibel; auch durften die aufdem Marsch nach Italien begriffenen Oesterreicher bloßzurückberufen werden. Mit einem Worte, der Zeitpuuktdes Angriffes war nicht richtig gewählt, und daß Unter-nehmen mußte wegen seiner Voreiligkeit scheitern.

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