solche bis auf einen Kirchhof z» weichen gezwungen hat,in welchem sie sich nachmals sammt 80 L luden ren,so sich >'n Burghausen zu ihnen geschlag.n hakten, po»stiret; es hat aber obgetacbt'^ Feldnebel duich eon«tinuirlich Feuer, so bis um 2 llhr noch Mittag gewahret,endlich diese Rebellen auch aus dem Kirchhofe verjaget,bey 300 gefangen genommen, und was sich nicht ver-schlossen gehabt, todtschiessen, und niederhauen lasse»;welches vieler Leute Aussage nä^ch, eine abscheuliche Ae-fion gewesen ist, wobey daS Glück war, daß die Bürgekkein Hang öffneten, auch sich um die Bauern nicht an-nahmen. Alle kaiserliche OffiZierer. so in der Stadt lo,giret wäre» , rrkirirten sich sogleich inS Schloß,auf allen Fall es in der Stadt über und über gehenmöchte, selbige auö dem Schloße z» ruiniren. Ob Nungleich diese Uligebettene Gaste mit ziemlich blutigenKopsen abgewiesen worden, so haben sie sich doch
sie seit Jahrhunderten waren;— jede ändere Liebe schwinder im Lause der Zeiten, aber die Liebe eines edel"Volker gegen gerechte und gute Fürsten lebt von Ge,schlecht zu Geschlecht und erlöscht nie! —
So lieben die Baiern ihre. Fürsten und so liebten sieMap Emanuel— der, obschon mehr mit glänzenden,als wohlthätigen Eigenschaften geschmückt — gränzenlo-ses Elend über das Land gebracht hatte — nicht ihnvom Thron zu stürzen nein — ihn wieder auf densel-ben zurückzubringen — sich ihren Fürsten wieder zu er-dämpfen, ergriffen diese Bauern die Waffen, undopferten st» zu Tausenden; der letzte Stand im Staatewar es, in dem, ohne höhere Unterstützung, der Ent-schluß hiezu erwachte, und der ihn trotz allen Hinder-nissen vollführte.
Welch ein Daier kann sie Rebellen nennen! ?
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