Band 
Dritter Band.
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von diesem Complott seit meines Hierseyns gemurmeltwurde: so ist doch solches nicht eher als am Vorgänge,neu Sonnabend, da das Unglück paffi'ren sollen, ecla>dirt. 16) Worauf gleich mehr Volk in die Stadt gezo»gen, und das Iesuiter-Collegium nebst andern Häusern

16) Der ursprüngliche Plan war der, daß am Christtage10,000 Landesvertheidiger in München eintreffen, unddie Oesterreicher daraus vertreiben sollten. In der Stadtwar verabredet, daß 600 Studenten auf den ersten Ka-nonenschuß sich am Anger bewaffnet aufstellen, die Bür-ger bey dem Augustiner-Kloster und die Hofbedienten beyder Residenz versammeln und den Angriff der gesamm-ten Macht der Landesvertheidiger thätig unterstützen sol-len. Jene 5000 aber, wovon hier erwähnt wird, trafenvon Tölz her, um einen Tag früher ein, als die Haupt-macht von S?ite Anzings her, zur Befreyung Münchenkanlangen konnte. Jene 5000 voll Ungeduld und Kampf-begierde, griffen die österreichische Besatzung dennoch fürsich allein an und würden sie, ungeachtet sie auch in5000 Mann bestund, überwunden haben, wenn nicht auöVerratherey ein sicherer Ettlinger, Pfleger zu Stahrem»berg, welchen die Bauern zur Theilnahme an ihrerSache gezwungen hatten, und der sich nachhin durchFlucht von ihnen heimlich trennte, den ganzen Angriffs-plan an den kaiserlichen Administrator Grafen von Lö-wenstein entdeckt hatte. Dieser ließ sogleich die Bürger-schaft noch einmal entwaffnen und Oberst Wend ließ dengegen Wasserburg kantonierenden General Kirchbaumbedeuten, vorzurücken und auf den ersten Kanonenschußmit seinem ganzen CorpS in München einzuziehen. Beyeiner solchen Uebermacht und Verrath war es eben keinMeisterstück für die Feinde, auf 5000 Bauern loSzuge-hen, wovon nur öoo mit Schießgewehren, die andernAlle mit Dreschflegeln, Sensen, Stangen, Keulen, ver-sehen waren, UchokkcS IN. Band. Seite 525 — 528 «