Meyer, und der Adjutant vom Lützelburgischen Negi-mente sind gefangen, auch sind 4 Fahnen mit baieri-schen Wappen, 6 kleine Stücke 1 paar Pancken, und5 Wagen mit Munition und Granaten erobert. Vonden hereiiigebrackten blessirten Bauern sind bereits vieleden Wundärzten bey der ersten Verbindung unter denHanden gestorben. 18 ) Es haben etliche von uns dieC .riosilät gehabt, und sind bis nach Sendlingen , einehalbe Meile von hier, auf die Mahlstadt geritten, wo-selbsten ein schlechter Anblick war, indem beynahe3000 meistenlheüs nackend ausgezogene Bauern dala-gen, und noch viele unter ihnen, welche noch etwaslebten, erbärmlich zappelten. Dem Bericht der Gefan-genen zufolge, hak nachstendes Chursürstlich baierischesMandat an seine Unterthanen gegenwärtigen Aufstandeausirt. Wir, von Gol.es Gnaden Maximilian Emar-uel,Churfürst zu Vaiern, rc. jc. Nachdem wir mit Schmer-zen vernommen, daß ihr, meine Lieben Getreuen, seitunserer Abwesenheit wehr und mehr beschweret werdet,und man euch eine Million nach der andern abpresset,beuebenst den teutschen Krieg auö euer» Mitteln fort-setzen wolle, wodurch denn die Armuth bey euch der-massen zugenommen, daß ihr d»e unerträglichen Lasten,sowohl in Geld, Mannschaft, freye Einquartierung, undHin-und Wieder-Marsches nicht länger ertragen könnet,daß ihr euch euer Vieh und Hausgerathe zu Geld ge-macht, und nichts mehr als die leere Wohnung übrig
18) Weil sie dieselben zu Hunderten gefliessentlich ohne Ver-band auf den Gassen der Stadt und an der Jesuitertirch«zum warnenden Beyspiel für die Münchner Bürger lie,gen liessen.