Band 
Dritter Band.
Seite
78
JPEG-Download
 

geben verbünde» seyn sollen. In Burghausen solltegleichfalls eine Regierung von 2 Geistlichen, 2 Bürgern,und 4 Bauern angelegl weisen, vamil ohne ihr Wisse»nichts geschahe, doch sollten alle Beschwerungen wieder-um an daS Parlament nacher Braunau kommen. Son»stell versammeln sich auch die Rebellen noch sehr unterGommando des Hauptmann Hosmanns und des Slu-Lenten Meinl, unweit Wasserburg, und führen 7 Stückeund 2 Mörser bey sich. Ungeachtet man nun kaiserli-cher SeitS die höchste Raison hatte, bey solchen exor-bitanten Affairen den Lauern das Garaus zu machen,so hat dennoch Ihro kaiserliche Majestät durch DeroAdministration allhier ein so gnädig«ich als ernstli-ches Mandat wider, die rebellischen Bauern und deren Rä-delsführern ergehen und publieiren lassen, vermöge dessendas zusammengelaufene Bauernvolk nochmals zur Ruhe,und auseinander zugehen angemahnet «vird, widrigenFalls diejenigen Dörfer, Höfe und Häuser, wo dieBauerschaft sich abwesend befindet, ohne alle Gnadeverbrennt, und in die Asche gelegt; diejemae Mann-schaft aber, so im Wehr und Waffen geblieben, unddarinnen ertappt werden «vird. als Rebellen angesehen,und mit Galgen und Schiverdt, Vertreibung ihrerWeiber und Kinder, auch Confisciruiig ihrer Hab undGüter gestraft, und diese ihre coufiscirle Güter alsdanndenen, so in der sch-lldigen Ruhe und Treue verbleiben,zugeeignet werden sollten. Nicht minder hat mehr ge-meldte kaiserliche Administation eine Verordnung, wieauch die zu Kelheim jüngst gefangen bekommene Rebel-len abzustrafen, verfasset, und zwar sollten aus denenin die Garnison eingetretenen Uebelthätern I. allezeit15 zu 15 spielen, mithin jener, auf den das «venig-