Band 
Dritter Band.
Seite
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VilShofen der Grenadier-Oberst - Lieutenant mit 1600Mann zn Fuß, und ungefähr 120 Pferden angekommen,so den 9. wieder zurück nach Lilcoofen gehen wird.Der Herr General Kirchbaum aber wird mit seinenTruppen einen Rasttag halten, und aisdenn weiterggiren.

Nach dieser so glücklich abgelaufenen Aetion hat sichdas Chnrpfäljjsche wittgensteimsche Regiment Dragonervon der Stadt am Hofe anstatt nach Baiern zu gehen,nach der Oberpfalz auf den Marsch begeben um sichmit dem wolfenbürtelischen Leibregimente, so in einerauserlesenen Mannschaft besteht, und bey welchem sichder eine Prinz von Bevern befindet, bey Ambergzu conjungiren, und vor Cham zu gehen. Diesem istauch der Oberst d'Arnan mit einiger Infanterie undHusaren gefolgt, wiewohl er auf der Post vorausgieng,und traf unterwegens, eine gute Stunde von Regen-stauf, bey einem Bauernhöfe 5 von Cham aus recog-noscirende Rebellen an, so zwar nur, wie die baierischensautinischen Dragoner gekleidet, in der That aber Offi-ziere waren, welche ihn fragten, wer er wäre? da erdann ihnen zur Antwort gab, er wäre ein kaiserlicherOffizier, sie aber auch wieder fragte, was denn sievor Leute wären, und wo sie hinauswollten? daraus siewieder antworteten: sie wollten kaiserliche Dienste neh-men, und ihn gefragt, ob er keine Leute nöthig habe?Indeß ward dem Herr Obersten etwas bang, weil ernur einen Postilion, und Diener bey sich hatte, so dochBeyde unbewehrt; danneuhero er ihnen guteWorte gab^ bis endlich zum Glücke seine Husarendazukamen, welchen er befahl, sie sollten diese 3 gefan-gen nehmen, welches auch geschah, und bey dem einen