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Nro. 10.
Mein Herr!
Von der Belagerung Cbam schreibt mir ein Offiziervon» wolfenbüttchischen Regiment folg ndeS vom 1S. dieß.Wir stehen bereiis etliche Tone hier, ohne daß >v>rwas ausgerichtet baden. Der Obe>ste d'Arnan batzwar den O't ai-fiodein, end >m Falle sich derselbegleich ererben wurde, der darinnen bestndlichenGarnison leidenlliche Condirions offerirenlassen; es bar aber der darin gelegene Com wen bautMüller, als ein Pfaff zur Antwort gegeben, wiedie Conditiones so uneben weht wäre», dem ungeachtetwollte er, weilen dock ihnen keine Parole ge-halten werden dürfte, sich defendiren, undin der Siadt bleiben, dagegen die Kaiserli-chen nur draussen verbleiben möchten. Wirhaben gewiß mit richt arkiichen Leuten zu thun; derCommendank ein Pfaff, der B ceeoinmendant ein Färber,die beyden vornehmsten Eaptlarns aber nennen sichBratwurst und Haberlumpen. Die in Ambergsich gefangen befindende sranzösi.ch n Offiziers haben anihre zu Neuburg und andern Orten von den Rebellenerledigte und mit »scher Cham geführte Kammeradengeschrieben, daß sie ihren gegebenen Parolen ein Gnü-gen leisten und wider kaiserlichen Maj-strt die Waffenja nicht ergreifen möchten; sonsten sie nebst allen in'andern Orten gefangen siyenden Franzosen solches wür-den entgelten muffen; welches soviel effectuirk, daß diein Cham senende dato zu einiger Defension sich nichtappliciren noch bewaffnen lassen; sonst ist hi-rbey nichtgenug zu bewundern, daß die Rebellen, derer zu zwey,malen erltttenen großen Niederlagen und aller Dehor,