Alle eben erwähnten Nachtheile der stärker» Labungin Hinsicht deS Treffens zusammen genommen, könnenfolglich bedeutende Abweichungen verursachen und dasie bey der schwächer» Ladung gar nicht oder in weitgeringerm Grade statt sinden werden, so ergiebt sichdaraus in dieser Hinsicht der Vorzug der letzter»,
3. Die schwächere Ladung verursacht weniger Ko»sten alS die stärkere. Erspart man z. E. bey jedemSchuße | Loth Pulver, so erspart man auf 40000 Feu-ergewehre, wenn man für jedes 180 Patronen rechnet,28123 Pfund. Kostet nun I Pfund L Rthlr. so ergiebtsich eine Ersparung, an Pulver allein, von 9375 Rthlr.
Wollte der Staat auf diese Ersparung am Militärauch nicht rechnen, so könnte obige Summe zu ander»militärischen Zwecken, vielleicht nützlicher verwandt wer-den. Denn eö ist ja schon von mehreren militälischenSchriftstellern bemerkt worden, daß die, in einerSchlacht, durch das Feuergewehr getödere oder verwun-.dete Anzahl Streiter unverhälrnißmäßig gering gegendie verbrauchte Munition ist. Bey der schwächern La-dung wird man mit weniger» Kosten etwa dieselbe,vielleicht eine größere Wirkung als mit der stärker» er-reichen, da man sicherer trifft. Wenn man aber auf.das richtige Schießen keinen Werth legt, und die übri-gen Umstände, unter denen es nur möglich ist, einiger«maaßen zu treffen, nicht herbey zu fuhren, so wie dieentgegengesetzten nicht zu vermeiden sucht, so ist «Sauch unnütz die Mannschaft im Zielen zu unterrichten;was doch in neuern Zeiten mehr als ehmals geschieht.
H. li.
AlS Nachtheile der schwächern (| kuzelschweren)Ladung möchte sich Folgendes anführen lassen;