Band 
Dritter Band.
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zur Abwendung drohender Gefahren' und Behauptungseiner Ruhe zu benutzen weiß, ist auch eine große Ver-schiedenheit in der Wahl der Mittel eingetreten, umgute Unteroffiziere zu bilden.

Mit dem allgemeinen Fortschreitteo in wissenschaftli-cher Bildung hat auch der Militärstand mit dem übri-gen gleichen Schritt gehalten; starre Anhänglichkeit,abgöttische Verehrung des Altherkömmlichen und Pe-dantismus, mußten dem Aufschwünge der Geistes wei-chen, und einen Mechanismus mit seinen verostetenTriebrädern und Hebeln, durch eine den Bedürfnissender Zeit und ihre Anforderungen gemäßen einfacheren,aber nicht minder kräftigen Maschine ersetzt sehen. DerHumanität unseres Iahrhunderrö ist auch im Militär-stande eine humanere, die Würde des Menschen aner-kennende Behandlung gefolgt, wodurch derselbe aufge-hört hat, ein Schreckenöbild für das Volk zu seyn,denn so wie im Laufe einer, durch lange Kriege be-wegten Zeit, die Jugend im Geräuscbe der Waffenaufwuchs, wurde sie kriegerischer, mit dem Militär-stande vertrauter und dieser trart auch im Gegensatzeauö seiner früheren Zurückgezogenheit den übrigen Stän-den näher, mehr in daS bürgerliche Leben zurück. Daaber nun eine kurze Dienstzeit, ein den Ackerbau unddie Gewerbe begünstigendes Urlaubs - System, den Sol-daten unserer Zeit, weniger dem bürgerlichen Leben ent-zieht, da wilde Gesetze und Verfassungen, Bürgersinnund Lust zur häuslichen Niederlassung immer mehr we-cken, und ein gesteigerter Luxus, eine veredelte Kultur,Aussicht zu Erwerb und Verdienst gewähren, so glaubtman in allem diesen die Grunde suchen zu müssen, wa-rum unsere jetzigen Soldaten, zwar willig und gerne