Lem Rufe des Gesetzes zur Eioreihung folgen, aberauch wenig geneigt sind, nach Beförderung zu streben,und warum selbst die Unteroffiziere, welche übrigensLurch das angenommene Urlaubs »System, nie zu einergroßen Erfahrung und praktischen Bildung gelangenkönnen, so selten sich zu Wiederannahme einer Capitu»lation entschlieffen.
Der Nachtheil, welcher dadurch entsteht, ist um sogrößer, je größer durch unsre jetzigen HeercSeinrichtun-ge» und Vertheidigung- * Anstalten das Bedürfniß anUnteroffiziers «st. Da in den meisten deutschen Staa-ten die zum Kriegsdienste bezeichnete männliche Bevöl-kerung sich in drey Klaffen theilt, wovon eine derselbendas stehende Heer bildet, welches auch in den Zährendes Friedens unter den Waffe» gehalten, geübt und zuden Verrichtungen des GarnifonS - Dienstes bestimmtwird, die übrigen Theile der National - Bewaffnung iadieser Epoche, aber den Verrichtungen deö bürgerlichenLebenS obliegen, und nur bey einem entstehenden Kriegezum Theil oder ganz, dem Rufe deS Vaterlandes zuseiner Vertheidigung zu folgen, gesetzlich verbundensind, so folgt daraus, daß das stehende Heer diePfianzschule ist, in welcher für die übrigen Klaffen derVolk« bewaffnung die Mittel vorbereitet werden, umdieselben im Falle des Bedarfes mit tüchtigen Führernversehen, und mit für ihre Abrichtung taugliche Lehrerversorgen zu können. Das stehende, aus der jüngstenKlaffe gebildete Heer, ist also im eigentlichen Sinneda- Depot militärischer Kenntnisse, in ihm müßen dieStoffe und Mittel zu einer kräftigen Kriegführung, so-wohl spirituell als materiell vorbereitet und in solcherAnzahl aufgehäuft seyn, um die ganze Masse der im