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gründlicher Prüfung, doch wenigstens an Umsicht erman-geln wird, als entscheidend aufzustellen; Ideen, welchealle höhere Verfügungen, die bey einer Armee nur durchEinklang die verlangte Wirkung hervorbringen können,bekritteln, das Vertrauen in den Vorgesetzten angrei-fen, Unzufriedenheit und wohl gar Muthlosigkeit indenjenigen erwecken, welche sich fehlerhaft geführtglauben.
Ich denke, daß in keinem Fache eine höhere geistigeAusbildung erlangt werden kann, ohne die nöthigenBorkenntnisse derselben zum Grunde zu legen, undNiemand, der in den Zweigen der Kriegö - Wissenschaftbewandert ist, wird versucht seyn, in Abrede zu stellen,daß zu deren Erlernung Vorkenntnisse unentbehrlichsind, die schon im Knabenalter erholt werden müssen.Auch in diesem Alter bildet sich verbunden mit einersittlich guten Erziehung, am leichtesten der ergebeneWille, der wie bereits bemerkt, als Grunderfordernißeiner auf einen würdigen Standpunkt erhobenen Ar-mee mitanzufehen ist^ Von'j diesen unläugbaren Vor-eriunerungen gehe ich nun auf die Einrichtungen derMünchner - Kadetten-Anstalt über und hoffe, daß essich leicht darthun läßt, wie unrichtig die Ansicht desVerfassers ist, wenn er ausspricht: »daö KadettenhauS»wurde eine Anstalt für Privilegirte, selbe paßt nicht»mehr in eine constitntionelle Zeit, welche den gleich-»mäßigen Anspruch aller Klassen auf alle Stellen im»Staate anerkannt hat.« —
Nach dem mehrberührten Redesatze des Verfassers,nach welchem er die höhere geistige Bildung für noth,wendig erkennt, wird jede Militär-Erziehungs-Anstalt;wenn auch zufälligerweise, Privilegirte begünstigen.