Band 
Dritter Band.
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In mehren, seiner Vorschläge haben wir ja ersehen,daß er Privilegien, folglich auch Privilegirte zuläßt,sogar vorschlägt. Hat nicht jeder Stand, jede Kunst,jedes Gewerbe seine Privilegien? Wo spricht unsereConstitntion eine Gleichheit der Stände auö? Beydieser Umwandlung gehen zwey wichtige Gegenständeganz verlohren, nämlich die so nützliche, zweckmäßigeund wohlgefuhrte militärische Erziehung —■■ und dannder praperative Unterricht der Grundkenntnijse aller mirlitärischen Wissenschaften.

Folgendes möchte vielleicht beitragen, daS Unersetzrliche dieses Verlustes darznthun.

Seltne Ausnahmen abgerechnet, gelingt es meistensnur jenem Krieger große Dinge auszuführen, der inDer ganzen Stärke seines kräftigen Alters steht. Wermg sind der Beyspiele, daß Greise, die hiezu erforder-liche Kraft beybehielten; wohl aber mehrere, daß be-wunderte Helden, in ihrem erhöhten Alter sich nichtmehr glichen. Um aber bey früherem Alter zu hohenThaten befähigt zu seyn, muß wohl eine zweckmäßigeErziehung und Ausbildung zum Grunde gelegt wordenseyn, welche die angebornen Talente schnell zu großenResultaten führt. Unter den vielen Beyspielen, die unödie Geschichte von solchen Helden liefert, will ich nurdeS Grafen Moriz von Sachsen erwähnen. Auch vonihm haben wir Ansichten über militärische Gegenstände,sie giengen von seinem hohen Geiste aus, sie verdienenals klassisch anerkannt zu werden, und doch hatte erdie Bescheidenheit, sie bloß seine Träumerepe«zu betiteln.

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