wohl gar nicht getrieben. Ja man muß sich manchmaldie Erlaubniß erbitten, und eS wird als eine Begünsti-gung angesehen, wen» der Schütz in seiner Weise undauf, für ihn geeignete« Terrain geübt werden darf,
DaS Reglement hat vieles gethan^ den leichten In-fanteristen zu begeistern; aber eö will, daß er in ge-schlossener Ordnung mitfechte. Manche Hohe aber be-trachten die Schützen, wie ihre Garde, und so ist derSchütze, seiner Natur so zuwider, zur Parade miß-braucht. Er soll in den Handgriffen der geübteste, inden Evolutionen geschlossener Ordnung der geschickteste,er soll Paradeheld seyn. Ob er schießen, treffen kann,ob er eigene Gewandtheit, schnellen Begriff, freyenSinn habe, ob er sich selbst zu helfen wisse, in jedemTerrain die Vortheile desselben zu nutzen verstehe, undso viel anderes, daö ist Nebensache. Aber gerade, wieeine Kerze stehen, kein Aug Kopfe rühren, nichtsohne Commando, alles nach geregelten Tempos zuthun, das ist so recht geeignet, dem Mann alle Beweg-lichkeit, und alle Ueberlegung zu nehmen, und abzuge-wöhnen.
Die Unteroffiziers verdienten wirklich ein besseresGeschick, mehr Auszeichnung, mehr Aneiferung, EinLiensterfahrner braver Unteroffizier ist vieles werth, lei-stet oft mehr, als manche Offiziere. Sie aber sindübel daran. Beständig im Dienste, und immer ge-braucht, Läufer und Lückenbüsser für andere, über demgeringsten Vergehen, in Arrest, unter, Verbrecher ge-worfen, mit besonderer Härte behandelt, krumm undkreuzweis geschlossen, immer Unrecht, nie Recht, ohneUnterricht, aber beym geringsten Fehler geschimpft , miteinem rauhen »Er,« angegreift, welches he^ der In-