Daö Lehrbuch der Taktik ist für das KadetenkorpSzu München geschrieben, waS den Rezensenten nichtunbekannt war, weil eS der Verfasser deutlich an dieSpitze setzte und sie es selbst, als ihnen bekannt, anfüh-ren, für ein Institut, das mit 10 Jahren die Zöglingeaufnimmt, die im I5ten Jahre in den Unterricht der ei-gentlichen KriegSwiffenschafteu treten, die also, wie injedem Institute dieser Art — nichts vorher im Diensteerlernten, denen daö Exerzierreglement gänzlich fremdist und die dasselbe, als das versteinerte Gesetz dessen,waS sie theoretisch begründet, in der Schule gelernthatten, wie eö einer vernünftigen Bildungallein und höchst angemessen ist — im Gegen-theile erst dann kennen lernen, wenn sie auötreten.
Daher wird die Truppenlehre für ein jedes solchesInstitut derjenige Lehrgegenstand, welcher den Zöglingendie Kenntniß des Spiels der Formen derver-schiedenen Truppengattungen beybringt, underhält durch diese Verhältnisse veranlaßt, einen ganz eige-nen Typus, gleichweit entfernt von dem räsonnirendenund konzentrirten der Verbindungslehre, wo bereits jeneFormen und alle influirende Verhältnisse gekannt sind,alö von dem Reglement, den Commandowörtern re., weitdiese wechseln und die positiven Gesetze für daö sind,was hier allgemein und begründet zur Kenntniß gebrachtwerden soll.
Abgesehen davon, daß der Satz, die Taktik soll daanfangen, wo daö Reglement aufhört, ganz falsch ist,und so viel heißt, als wo die Gesetze aufhö-ren, müsse die Gesetzgebung, welche diese hervor-brachte, anfangen, — sind die Herren Rezensentenfür den speziellen Fall des Lehrbuchs — von einer