Gründlichkeit des VortragS, so wie zur Erleichterungdeö Auffassen« diene, kann wohl Niemand im Ernst be-zweifeln, was sollen also so halbe Andeutungen, die aufExtreme hinweisen, welche nicht existiren. Zu fest be-gründet ist in dem Verfasser die Gewißheit der Vor-theile eines systematisch, möglichst rein theoretischen Vor»träges, theils weil sie ihm theoretisch klar sind, theilsweil ihn seine eigene Erfahrung, als Schüler und Leh-rer davon überzeugt hat, als daß ein so einseitiges Rai-fonnement ihn irre leiten könnte.
Am merkwürdigsten aber und was am meisten be-zeichnet, mit welcher geringen Umsicht zu Werke gegan-gen wurde, als sich die Mehrern Herrn Rezensentenüber daö Buch hermachten, ist folgender Saß:
»Der Lehrer der Taktik muß da anfan-gen, wo daö Exerzierreglement aufhört,nicht aber in dieses hineinpfuschen wollen. Er mußdie Taktik historisch entwickeln und Grundsätze für dieAnwendung desjenigen ableiten, was der Schüler ausdem Exerzierreglement bereits gelernt hat, undauf die Schule mitbringt. — «
Mögen die Herrn Rezensenten, wenn sie wirklicheLehrer sind oder einst werden sollten, immerhin da an-fangen , wo daS Exerzierreglement aufhört, der Ver-fasser der Truppenlehre war nicht so glücklich, so nachseinem Belieben handeln zu können, hier tritt derselbeauf die praktische Seite und die Herrn Rezensenten ste-hen auf dem Extrem der sogenannten theoretischen,indem sie von etwas sprechen, waS im vorliegendenFalle gar nicht besteht und also auf eine gauj falscheAnsicht ibr Urtheil baue».