194
kein Zeichen einer beabsichtigten Offensiv-Bewegung gegebenhatten. Der Herzog überblickte hierauf die Gegend und ent-deckte, als er mit seinem Fernrohre den Horizont verfolgte,eine französische Vedette auf einer Höhe in der Richtung vonFleurus und etwas rechts der nach Namur führenden Straße;-sie gehörte augenscheinlich entweder zu einem Piquet, welchesvon Ney's äußerstem rechten Flügel nach Beendigung des Kam-pfes ausgesetzt worden war, oder zu einem detafchirten Corps,welches diese Gegend beobachten und die Verbindung zwischenNey und Napoleon unterhalten sollte. Der Herzog hatte keineNachricht von Blücher erhalten; er schloß daher aus der vor-geschobenen Stellung dieser Vedette, daß, welches auch dasResultat der Schlacht bei Ligny gewesen wäre, die Preußenkeine Bewegungen unternommen hatten, welche die rechte FlankeNey's bedrohten, und daß es sehr möglich wäre, daß Napo-leon die Straße nach Namur überschritten und seine Verbin-dung mit Blücher unterbrochen habe, um gegen seine linkeFlanke und seinen Rücken zu operiren, während Ney ihn gleich-zeitig in der Front angriffe. Wellington befahl daher demGeneral Vkvian, eine starke Patrouille auf der Straße nachNamur vorzusenden, um Erkundigungen über die preußischeArmee einzuziehen. Ein Trupp des lOten Husaren-Regiments,unter dem Kapitän Grey ging zu diesem Zwecke vor; derOberst-Lieutenant Sir Alexander Gordon, einer der Adjutan-ten des Herzogs begleitete ihn. Als die Patrouille auf derStraße vorging, begann die Vedette Volte zu reiten, au-genscheinlich in der Absicht, Nachricht von der Annäherungdes Feindes zu geben. Die Patrouille ging deßhalb mit grö-ßerer Vorsicht vor, um nicht in die Gefahr zu kommen, abge-schnitten zu werden. Gordon ging ungefähr eine Meile weitauf der Chaussee vor, und brachte die Nachricht zurück, daßdie Preußen sich auf Wavre zurückgezogen hätten, und die