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Der Donner der Artillerie rollte ununterbrochen und dieScene wurde furchtbar großartig. Als die Geschütze die rich-tigen Schußweiten erlangt hatten, wurden sie ohne Unterlaßabgefeuert. Kurze Blitze trafen das Auge überall längs derHöhen, Rauchwellen folgten ihnen nach, hüpften über denBoden weg und hüllten die Batterien in Wolken. Die Erdeerzitterte bei der furchtbaren Erschütterung. Die ältesten Sol-daten hatten nie solche wüthende, solche verzweifelte Kanonadeerlebt. Die alliirten Infanterie-Kolonnen legten sich nieder,um sich so viel als möglich vor dem Eisenschauer zu sichern,der schnell und schwer auf sie herabfiel — Vollkugeln rissenschreckliche Lücken durch die Kolonnen oder wühlten die Erdeneben ihnen auf; Granaten platzten in der Mitte von gedräng-ten Massen, sprühcten Verderben bei ihrem Fall oder grubensich in dem weichen Erdreiche ein, um Eisen, Lehm und Stein-massen hervorzuschleudern und dieselben gleich vulkanischenBruchstücken um sich zu werfen.
Wahrend dieses schrecklichen Geschützkampfes trafNey dienöthigen Maßregeln, um die von Napoleon zu seiner Disposi-tion gestellte Kavallerie gegen den englisch-alliirten rechten Flügelzu schleudern. Er formirte das, 21 Schwadronen starke,Kürassier-Korps Milhaud zur Attake und befahl der leichtenGarde-Kavallerie-Division Lefebvre-Desnouettes, welche aussieben Schwadronen Lanciers und 12 Schwadronen Chasseursbestand, dem ersteren zur Unterstützung zu folgen — im Ganzen40 Schwadronen, welche einen prachtvollen Aufzug tapfererReiter bildeten. Als sie ansingen zu avanciren, glänzte dieerste Linie, die der Kürassiere, in polirtem Stahl, gehobendurch die bunten Roßschweife der Helme; hierauf kamen dierothen Lanciers der Garde in ihrer bunten Uniform, auf reich'beschirrten Pferden, die flatternden Lanzenflaggen erhöhten diePracht ihres Aufmarfches; während das 3te Treffen, die