Band 
Zweiter Band.
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Gefahr, welcher das Regiment durch diesen beabsichtigtenFlanken-Angriff ausgesetzt war, ließ daher mit großer Geistes-gegenwart und wunderbarer Schnelligkeit einen bedeutendenTheil desselben links schwenken und den in voller Karriereankommenden Gegnern entgegengehen. Der Ungestüm der At-take und die Heftigkeit des Chocs waren schrecklich. BeideLinien stießen zusammen und brachen durch einander hindurch;diejenigen Reiter, welche noch fest im Sattel saßen, machtenkurz Kehrt und jagten mit der entschlossensten Tapferkeit nocheinmal auf einander los. Die zerstreuten Reiter aber wechsel-ten en pas83nt noch einige Säbelhiebe und suchten dayn ihreverschiedenen Korps wieder auf.

Als die Kavallerie sich zurückzog, stand auch die Infan-terie, welche La Haye Samte angegriffen hatte, von ihren frucht-losen Versuchen ab, die tapfere kleine Garnison zu überwinden.Bald darauf bemerkte Major Daring, daß die Munition seinerLeute durch das fortwährende Feuer auf weniger als dieHälfte ihres Bestandes reducirt worden war, und in der Be-fürchtung, sie bald ganz erschöpft zu sehen, sandte er einen Of-fizier mit der Bitte um Komplettirung derselben ab. Wäh-rend dieser Zeit waren die Deutschen fleißig beschäftigt gewesen,die erlittenen Beschädigungen auszubessern und sich zum Empfangdes folgenden Angriffs in bestmöglichste Bereitschaft zu setzen.

Bei dem ersten Vorgehen der französischen Kavallerierechts von Hougomont war ein Tirailleur-Trupp die Grenz-hecke des großen Obstgartens entlang gekrochen und hatte sodas 3te Garde-Regiment umgangen, welches gleichzeitig in derFront mit erneuerter Kraft bestimmt und daher gezwungenwurde, sich in den Hohlweg hinter der Hecke zurückzuziehen.Als aber die Kavallerie wieder zurückging, folgten ihr dieseleichten Truppen sehr bald; Oberst-Lieutenant Hepburn brachte