Band 
Zweiter Band.
Seite
73
JPEG-Download
 

73

erzählte, sandte ihn dieser nochmals zu dem Kommandeur zu-rück, um ihn zu bewegen, doch wenigstens das Regimentaußerhalb des Feuers u olwval der Chaussee zu formiren,wenn er durchaus nicht seinen früheren Platz wieder einneh-men wolle. Aber selbst dieser Befehl wurde nicht befolgt,das Regiment eilte weiter zurück und verbreitete Unruhe undVerwirrung auf der ganzen Straße bis Brüssel*).

Dem rechten Flügel der englisch-allurten Linie gegenüberwar die französische Kolonne reitender Grenadiere und Küras-siere, welche von der reitenden Batterie des Major Mercerso blutig zurückgewiesen worden war, zu einem neuen Angriffformirt worden. Die britischen Artilleristen waren indessenzu ihrem Empfange vollständig bereit, da die französischenReiter den Abhang nicht so weit hinuntergegangen waren,daß die hohen Grenadiermützen der vorder« Schwadronennicht mehr zu sehen gewesen wären. Diesem zweiten Versuchging eine Wolke von Blänkern voraus, welche sich bis aufgeringe Entfernung der Batterie näherten und mit ihren Ka-rabinern und Pistolen den Artilleristen vielen Schaden zufüg-ten; da sie indessen augenscheinlich beabsichtigten, der Batteriedas Feuer zu entlocken, so wurden sie nicht weiter berücksichtigt.Hierauf erstieg die Kolonne nochmals die Höhe und ging zumAngriffe vor. Es lagen indessen zu viele Hindernisse aufihrem Wege, um eine schnelle Gangart zuzulassen und so ge-schah das Avanciren nur im schnellen Schritt oder im kurzenTrabe. Die Artilleristen kannten jetzt aus Erfahrung die naheWirkung eines mörderischen Feuers und ließen daher dieTeten-Schwadronen bis auf die Mitte des Weges zwischen dem

*) Wie sich erwarten ließ, wurde Oberst von Hake wegen seines Be-nehmens vor ein Kriegsgericht gestellt und verurtheilk, aus dem Sol-daienstande, als dessen unwürdiges Mitglied er sich bekundet hatte»entfernt zu werden.