Band 
Zweiter Band.
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gegen das Centrum der englisch-alliirten Schlachtlinie undeine Erneuerung des Sturmes auf Hougomont folgen solle.

Ney sah deutlich, daß ohne eine Verstärkung von In-fanterie es unmöglich wäre, den Vortheil, welchen die Ein-nahme von La Haye Samte darbot, wirksam zu verfolgen.Die von Napoleon zu seiner Disposition gestellte Kavalleriewar durch ihre zahlreichen Attaken gegen die englisch - alliirteFront fast gänzlich vernichtet, durch jene Attaken, welche mitder größten Tapferkeit ausgeführt wurden und dennoch ohneein bestimmtes und entscheidendes Resultat gegen irgend einenPunkt dieser Front geblieben waren. Wenn diese Waffe, welchedie Blüthe der ritterlichen Kavallerie Frankreichs umfaßte,ohne Erfolg geblieben war, als sie prangend in der Frischeihrer Kraft, stolz in dem Bewußtsein der imposanten Erschei-nung ihrer Massen und ungeduldig in der Erwartung desKampfes vorging, der ihren großen Ruf noch erhöhen sollte,wie konnte er jetzt auf ihre Wirksamkeit rechnen, da alles diesso ganz anders war? Der Zustand, auf welchen seine Infanterieherabgesunken war, bot eine fast gleich hoffnungslose Aus-sicht dar. Das Korps Erlon hatte durch seinen höchst un-glücklichen Angriff gegen den linken Flügel und das Centrumder Alliirten empfindlich gelitten, war dann auf dem linkenFlügel durch die wiederholten Stürme gegen La Haye Samtenoch mehr geschwächt worden und müßte seit der AnkunftBülows auch auf dem rechten Flügel noch thätige Vorsichts-maßregeln treffen. Das Korps Reille dagegen hatte durchseine unaufhörlichen aber erfolglosen Versuche, sich in denBesitz des wichtigen Postens Hougomont zu setzen, ganz un-geheure Verluste erlitten. Aber Ney — „lo plus biuvs äs8bravss" — in dessen Charakter Entschlossenheit und Ausdauerüberwiegend waren, konnte nicht durch solchen traurigen An-blick abgehalten werden, die ihm von seinem kaiserlichen Herrn