Band 
Zweiter Band.
Seite
95
JPEG-Download
 

95

knieender Stellung Hinwegfeuern zu können. Dieses Feuerwurde mit der größten Lebhaftigkeit und Entschlossenheit vonden Brigaden Kempt nnd Lambert beantwortet. Auf deralliirten rechten Seite der Chaussee waren die erschöpften Ueber-resie der Brigade Ompteda nicht langer ein bedeutendes Hinder-niß für die verwegenen Tirailleurs, welche sich ihr gegenüberzusammengedrängt hatten. Die Munition fing an, ihnen zufehlen, viele, welche keine Patronen mehr hatten, zogen sichzurück und eine mehr als gewöhnliche Zahl war mit Weg-schaffung der Verwundeten beschäftigt. Die Division Altenwar den wüthendsten Stürmen von Artillerie, Kavallerie undInfanterie ausgesetzt gewesen und ihre britischen und deutschenBrigaden waren daher schrecklich zusammengeschmolzen. DerBesitz von La Haye Samte gewährte den Franzosen eine großeLeichtigkeit, ihre verzweifelten Versuche zur Forcirung diesesTheiles der Front der Alliirten fortzusetzen und machte dieLage jener Truppen äußerst kritisch. Alten hatte während desganzen Tages dieselbe Kaltblütigkeit, Kühnheit und Geschicklich-keit bewiesen, welche seine Laufbahn in dem Kriege der pyre-naischen Halbinsel charakterisirten und durch seine Gegenwartund sein Beispiel die Energie feiner Leute mächtig aufgeregt.Er sollte aber nicht mehr Zeuge der Schlußscene ihrer ruhm-vollen Anstrengungen sein, denn um diese Zeit wurde er ver-wundn, mußte das Schlachtfeld verlassen und den Befehl überseine Division seinem tapfern Landsmann Kielmannsegge über-geben.

Auf kurze Entfernung hinter der Brigade Lambert standdie Brigade Pack (ausgenommen die Isten Royal Scoks, welcheim ersten Treffen waren) in zusammenstoßenden Kolonnen mitViertel--Distance und rechts an die Chaussee gelehnt, währendnoch weiter rückwärts die hanöversche Brigade Dinke die Re-serve bildete und zwei ihrer Bataillone, Hameln und Gifhorn,