Band 
Zweiter Band.
Seite
190
JPEG-Download
 

I9N

sicher Weise erkannten die britischen Dragoner, welche ebenim Begriffe waren, zu chargiren, dieses Hurrah als das derIsten deutschen Husaren, und verhinderten hierdurch ein Zu-sammentreffen, welches für beide Theile sehr übele Folgen ha-ben konnte.

Wellington hatte kurz vorher befohlen, daß das Grosseiner Armee in der früheren französischen Position auf derLinie von La Belle-Alliance Halt machen sollte, indem er mitBlücher übereingekommen war, daß dieser mit seinen vergleichs-weise noch frischen Truppen die Verfolgung übernehmen solle.Da nun die Preußen fortgesetzt in großen Massen gegen dieChaussee vorgingen, ließ er seine Truppen sich rechts ziehen,um dieselbe für das Vordringen der ersteren frei zu halten.Als die preußischen Regimenter bei den britischen vorbei mar-schirten, spielten ihre Musikkorps das Nationallied: „ 606 savstsis kinZ", ein Kompliment, welches von letzteren mit einemfreundschaftlichen und herzlichen Hurrah begrüßt wurde.

Der Herzog stand jetzt mit seiner vorgeschobenen Infan-terie und Kavallerie auf dem erhabenen Terrain jenseits Ros-somme, von wo aus er Maison du Roi überschauen konnte.Der Mond war aufgegangen, und durch das Licht, welcheser nach und nach über das Feld verbreitete, so wie durch dieBeleuchtung der von Zeit zu Zeit auf der Chaussee angezün-deten Gegenstände, wurde die Ruckzugslinie des überwundenenFeindes hinreichend erhellt, um ihn zu überzeugen, daß derglänzende Sieg ohne Zweifel sicher gestellt wäre. Nachdem erdaher seinen vorgeschobenen Brigaden befohlen hatte, die Bi-vaks für die Nacht zu beziehen, kehrte er auf der Chausseevon diesem fernen Theile des Schlachtfeldes gemächlich nachWaterloo zurück.