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hörte, machten die Franzosen einen Ausfall; die schlesischenSchützen traten ihnen aber sogleich entgegen und warfen sietapfer zurück. Die Preußen verloren hierbei 20 Mann. Gleichnach Mitternacht begannen die Batterien von neuem ihr Feuerund schon beim vierzehnten Schuß schlug eine lOpfündige Gra-nate in das Haupt-Pulvermagazin. Es erfolgte eine furcht-bare Explosion und 40 Häuser stürzten in einen großen Trüm-merhaufen zusammen. Die Festungswerke wurden dadurchzwar nicht im geringsten beschädigt, aber ein panischer Schrek-ken bemächtigte sich der Garnison; sie verlangte zu kapituliren.Nur die mangelnde Energie des Kommandanten und dieschlechte Stimmung der Besatzung konnten zu einer solchenUebergabe Veranlassung geben, denn als die Preußen nachhereinrückten, fanden sie 15,000 Kartuschen und eine Million Mus-keten-Patroncn. Es waren in der Festung 47 Stück Geschützmeist schweren Kalibers vorhanden, welche zur Belagerung derübrigen festen Plätze verwendet wurden. Die aus 3 Batail-lonen Nationalgarden und 200 Veteranen bestehende Garnisonwurde zu Kriegsgefangenen gemacht. Die Nationalgarden wur-den entwaffnet und in ihre Heimath entlassen, die Veteranenaber nach Cöln abgeführt.
Die mit so geringen Menschen und gar keinem Zeitver-lust bewirkte Besitznahme von Avesnes war für die Preußenvon wesentlicher Wichtigkeit, indem sie ihnen auf der neuenOperations-Linie ein sicheres Depot für ihr Material und ihreZufuhren darbot. Auch diente der Ort zur Aufnahme derKranken und aller derjenigen, welche mit der Armee nicht mehrmitkommen konnten.
Am 21sicn sammelte die französische Hauptarmee nochimmer ihre zerstreuten Reste zwischen Avesnes und Laon.
Die Stellung der verschiedenen Armeen am Abend des21sten war folgende: