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Zweiter Band.
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weg übrig. Wir müssen den Kaiser auffordern, im Namendes Wohles des Staats, in dem heiligen Namen eines dul-denden Landes, seine Thronentsagung auszusprechen."

Kaum war dieses Wort gesprochen, als auch die ganzeVersammlung aufstand. Durch den Lärm hindurch hörte manhundert Stimmen ausrufen: „Einverstanden!" „Einverstan-den!" Nachdem es dem Präsidenten endlich gelungen war,die Ruhe einigermaßen wieder herzustellen, sagte er:

„Ich kann nicht hoffen, zu irgend einem Resultate zu kom-men, wenn die Aufregung der Kammer nicht aufhört. DasWohl des Landes hängt von der Entscheidung dieses Tagesab. Ich ersuche die Kammer, das Schreiben des Kaisersabzuwarten."

Der Vorschlag Duchesnes wurde sogleich durch den Ge-neral Solignac unterstützt. Derselbe hatte seit den letzten fünfJahren die bittersten Kränkungen erfahren und den Haß Na-poleons sich zugezogen, weil er nicht das sklavische Werkzeugseines Ehrgeizes sein wollte. Die Kammer erwartete daher mitgrößter Spannung, welchen Ausweg er vorschlagen würde:„Auch ich", sagte der General, „theile die Unruhe dessen,der vor mir die Tribüne bestieg. Ja! Wir müssen dasWohl des Kaiserthums und die Aufrechthaltung unsererfreien Institutionen berücksichtigen, und da die Regierunggeneigt ist, Ihnen die dahin führenden Maßregeln vorzu-legen, so scheint es wichtig, der Kammer die Ehre zu ret-ten, kein Mittel vorgeschlagen zu haben, welches aus derfreien Entschließung des Monarchen entspringen muß. Ichbeantrage, daß eine Deputation von fünf Mitgliedern zumKaiser gesendet werde, um Sr. Majestät die dringende Noth-wendigkeit einer schnellen Entscheidung bemerklich zu machen.Der Bericht derselben wird, ich hoffe es, sowohl die Wün-sche der Versammlung, als die der Nation befriedigen."