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Zweiter Band.
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Dieser Vorschlag wurde sehr günstig aufgenommen, undder Präsident wollte ihn eben zur Abstimmung bringen, alsSolignac nochmals in der Tribüne erschien.

„Ich wünsche", sagte er, „ein Amendement meiner Motionzu beantragen. Mehrere der Herren haben mir gesagt, daßwir bald den Entschluß Sr. Majestät erfahren werden.Ich halte es daher für nöthig, daß wir wenigstens eineStunde auf die Ankunft des Schreibens warten, welches,wie es scheint, an die Kammer gerichtet ist. Ich beantragedaher einen Aufschub von einer Stunde."

Dieser Theil seiner Rede wurde von der Kammer mitgroßer Mißbilligung aufgenommen.

„Meine Herren!" fuhr der General fort, wir alle wünschendie Rettung des Vaterlandes, aber können wir dieses ein-stimmige Gefühl nicht mit dem löblichen Wunsche vereinen,daß die Kammer die Ehre des Staatsoberhauptes bewah-ren möchte?"

Man ruft: Ja! Ja!

„Wenn ich beantragte, bis Abend oder bis Morgen zu war-ten, so möchte man mir Einwendungen machen können —aber eine Stunde." —

Ja! Ja! Zur Abstimmung! war der allgemeine Ruf, unddie Kammer vertagte die Motion.

Während dieser Zeit hatte Regnault de Saknt-Jean d'An-gely den Kaiser von der Stimmung der Kammer in Kenntnißgesetzt und ihn gewarnt, daß, wenn er nicht sogleich selbst ent-sagte, seine Absetzung aller Wahrscheinlichkeit nach ohne Auf-schub erklärt werden würde. Bei dem Gedanken dieser beab-sichtigten Gewaltthat gerketh er in die größte Wuth. „Wenndas der Fall ist", sagte er, „so werde ich gar nicht abdan-ken. Die Kammer besteht aus einer Brüt von Jakobinern,Starrköpfen und Intriganten, welche Unordnung oder Stellen