Band 
Zweiter Band.
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Thierry vorgehen und die Kommunikation mit der baierschenArmee zu eröffnen suchen.

Man ersieht hieraus, daß es der preußischen Armee am28sten gelungen war, den Franzosen den Rückzug auf derStraße von Soissons abzuschneiden und den größeren Theilderselben zu nöthigen, auf Querwegen die Linie der Marneüber Meaux und L'Agny zu gewinnen. Sie hatte seit Ueber-schreitung der Oise große Unordnung und Verwirrung in denReihen der Feinde hervorgebracht, 16 Stück Geschütze erbeu-tet und im Ganzen an 4000 Gefangene gemacht. Die Preu-ßen hatten jetzt die beiden von Senlis und Soissons kommen-den Chausseen inne und ihre Vorposten (die des 4ten Korps)standen keine Meile mehr von Paris entfernt. Schon hörteman den Donner ihrer Geschütze in der Hauptstadt. Diegrößte Bestürzung herrschte unter den Bürgern derselben, dadie von der Armee ankommenden Flüchtlinge die übertrieben-sten Gerüchte verbreitet halten. Die Befestigungs-Anlagen,welche man auf der Nordseite errichtet hatte, schienen aus-reichend, um die Fortschritte der Alliirten zu hemmen undParis vor einem Handstreiche zu sichern, indessen man brauchteZeit zur Organisirung der Vertheidigung, zur Sammlung al-ler verwendbaren Mittel und zur Erholung der erschöpftenReste der Nordarmee, auf deren Ankunft man für den mor-genden Tag rechnete. Nur durch Annahme einer Achtunggebietenden, wo möglich einer imponirenden Stellung, konnteman hoffen, mit Erfolg für die Erhaltung der Hauptstadtund die Bestätigung der selbstgewahlten Regierungsform zuunterhandeln, vielleicht durch eine außergewöhnliche Anstren-gung die Plane der Feinde zu zerstören und unter den Mauernvon Paris einen Triumph zu erringen. Durch solche Be-trachtungen geleitet, suchte die provisorische Regierung die sieg-reichen Feldherrn der verbündeten Armeen in Unterhandlungen