339
Am 29. machten die neuen Bevollmächtigten der franzö-sischen Regierung dem Herzog von Wellington zu Etröes ihreAufwartung, um wegen Einstellung der Feindseligkeiten zu un-terhandeln. Im Laufe der entstehenden Diskussion erklärte derHerzog, daß er seiner früheren Erklärung Nichts hinzu zu fü-gen habe, daß er die Abdankung nur als eine Falle betrach-ten könne, und sich daher nicht berechtigt fühle, seine Opera-tionen wegen eines solchen Vorwandes zu suspendiren, daderselbe keinesweges geeignet sei, das Ziel zu erfüllen, welchesdie Alliirten sich gesteckt hätten. Er fetzte ihnen auseinander,daß außer Napoleon auch feine Anhänger die erklärten Feindeder Alliirten waren, und versicherte, daß bevor er auf irgendeine Einstellung einginge, „er Schritte zur Wiederherstellungeiner Regierung sehen müsse, welche den Alliirten allein Si-cherheit des Friedens gewähren könne." Hierauf verlangteman einige Aufklärung über das, was die Alliirten zufriedenstellen würde. Er erwiederte, daß er weder von seinem Gou-vernement, noch von den Verbündeten autoristrt worden fei,auf diesen Gegenstand einzugehen, und daß er ihnen nur feinepersönliche Ansicht mittheilen könne, dieselbe jedoch mit allendem Einfluß, welchen er vielleicht besäße, bei den Alliirten gel-tend machen würde, es sei denn, daß er von seinem eigenenGouvernement andere Instruktionen erhielte.
Diese Ansicht zeigt ganz besonders das gesunde Urtheil,die gerade Politik und den sichern Blick, welche die Laufbahndieses großen Mannes so wunderbar charakterisiren. Die spa-teren Begebenheiten bewiesen ihre Richtigkeit. Sie stimmtegenau mit dem Plane überein, welchen die vereinte Diploma-tie Europa's ersonnen und zur Ausführung gebracht hatte.Des Herzogs eigene Worte drücken sie am besten aus:
„Ich sagte ihnen hierauf, ich glaubte, die beste Sicher-heit für Europa wäre die Restauration des Königs. Die