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Zweiter Band.
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zu bahnen, über eine Wiese weg. Hier stellten sich ihnen dieChasseurs von Neuem entgegen, wurden aber wiederum ge-worfen. Die Preußen folgten nun einer Straße, welche siedurch das Dorf, aber unglücklicherweise in einen großen Hofführte, der keinen andern Ausgang hatte. Hierdurch wurdenicht allein ihr Weitermarfch gehemmt, sondern der ganzeTrupp auch von der dort postirten Infanterie mit einem dich-ten Kugelregen überschüttet, wahrend die verfolgende Kavallerieihnen jede Chance des Entkommens nahm. Ihre Lage warim höchsten Grade verzweifelt geworden, aber ihre Tapferkeitermattete nicht; sie schien durch das heroische Beispiel desOberst-Lieutenant von Svhr bis zum höchsten Grade gespanntzu werden. Derselbe schlug jede Aufforderung zur Ergebungab und fiel durch einen Pistolenschuß schwer verwundet. DerSieg begünstigte den Stärksten, aber es war ein Sieg, wel-chen eine unermeßliche Uebermacht über die Todten und Ster-benden einer tapferen Schaar von Kriegern errang, welchebis zum letzten Blutstropfen kämpften und Alles thaten, wasdie unbeugsamste Tapferkeit nur ausführen konnte.

Die in diesem Feldzuge erlittenen Verluste hatten dieBrigade vor dem Gefechte schon auf 600 bis 700 Mann re-ducirt, sie erlitt bei dieser Gelegenheit einen weiteren Verlustvon 10 Offizieren und 400 bis 500 Mann.

Die weite Detaschirung dieser beiden Regimenter wäh-rend des großen Rechtsmarsches der preußischen Armee undder dem Oberst-Lieutenant von Sohr ertheilte Befehl, am Mor-gen des 30sien Juni die Seine zu überschreiten, erschieneneine fragliche Maßregel. Dieser Offizier sollte sich freilichselbststandig und ohne Beziehung auf die in derselben Richtungnachfolgenden Truppen betrachten, aber dann muß man be-denken, daß er sich auf einem Theile der Peripherie einesKreises bewegte, wohin der Feind von dem Centrum aus eine