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stellen werde. Er begab sich, seiner Armee folgend, nach Linz.Am 8. April war das Hauptquartier des Erzherzogs Generalis-simus zu Ried. Am folgenden Tage übersendete er an denMarschall Lcfcbre ein Billet, welches also lautete: „Einer Er-klärung Sr. Majestät des Kaisers von Oesterreich an den KaiserNapoleon zu Folge, benachrichtige ich Sie, mein Herr Ober-general der französischen Armee, daß ich Befehl habe, mit denTruppen unter meinen Befehlen vorwärts zu gehen, und allediejenigen als Feinde zu behandeln, welche mir Widerstand leistenwerden." — Achnliche Billets wurden von den Erzherzogen,welche die Armeen nach Italien und Polen befehligten, an dieihnen gegenüberstehenden Generale geschickt,
Oesterreich hatte Alles gethan, um seinen Angriff zu ver-heimlichen, und, während der Abwesenheit Napoleons, die frau-zvslsch-alliirten Corps zu überfallen. Daher war zu vermuthen,daß es nicht schnell genug zu Werke gehen werde, um seinHeer an die Donau zu führen, diesen Strom zu gewinnen unddie Feinde zu zerstreuen, ehe Napoleon davon benachrichtigt undvon Paris angekommen seyn konnte.
Der Erzherzog Karl wußte, daß die beiden großen Massender französischen Armee für Deutschland am 1. April bei Bam-berg und Ulm standen, und ihre Vortruppen in Baireuth undAugsburg hatten. Bei dem Ausbruche der Feindseligkeiten mußteer glauben, daß sie noch ungefähr die gleiche Stellung innehatten, da das Hauptquartier des Marschall Davoust erst am 7.nach Nürnberg verlegt wurde. Der Erzherzog am Untenan warnäher, als Davoust und Masscna, der Donau oberhalb Regens-burg, d. i. dem Punkte, wo seine neue Operationslinic durchging,und wo es von dem höchsten Interesse für ihn war, diesenStrom zu erreichen. Er war diesem Punkte besonders mit denTruppen näher, die er Waldmünchcn gegenüber hatte. Dieverschiedenen französischen CorpS, deren Bewegungen seit einemMonate stets gegen die Donau und den stech hinzielten, mußtenoffenbar und nothwendig die Weisung haben, sich an der Donaugegen die Mündung des Lcchs zu vereinen. Napoleon, der noch
1) Pelet, I. Bd-, S. 164-67. — Franz I-, Kaiser von Oester-reich/ und sein Zeitalter/ von Hartmann Meynert. S. 172—73.