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Erster Band.
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Gegner in größerer Anzahl wieder, und rückten von Neuem zumAngriffe vor. Der Versuch der Bayer», Aicha anzuzünden unddadurch die stürmenden Tiroler aus der nahen Fronklinie zuvertreiben, mißlang durch den Ungestüm, mit welchem diese denAngriff führten, und durch ihr lebhaftes und wohlgerichteteöFeuer, das die Bayern zur Beschleunigung ihres Rückzugesüber die Laditscher Brücke zwang. In diesem Augenblicke, um 4Uhr Nachmittags, traf der k. k. Obcrlieutenant Gcrardi mitseinen Jägern und einigen leichten Reitern des öfter. VortrabSauf dem Kampfplätze ein. Die Tiroler jubelten, viele stürztendankend auf die Kniee, andere umarmten die Oesterreicher undAlles jauchzte, daß Feld, Fels und Wald wicderhallte. DieBayern aber stutzten; so nahe hatten sie die öfter. Truppen nichtgeahndet. Oberstlieutenant Wreden hielt nur den rechten Ufer-rand zu beiden Seiten der Brücke und die zwischen dieser unddem Stockerhause liegenden Höhen mit bedeutenden Kräften be-setzt. Das Fcrngefecht wurde wohl noch von beiden Seiten mitgleicher Lebhaftigkeit fortgesetzt; aber einen Sturm auf die Brückeund auf die jenseitige vortheilhafte Stellung ihrer Gegner wag-ten die Tiroler nicht mehr, sondern begnügten sich vor der Handmit den heute auf dem rechten Eisackufer errungenen Vortheilen,die Vollendung des tapfer und siegreich begonnenen Werkes aufden nächsten Tag verschiebend. Das Feuer schwieg. Sechs-hundert Tiroler lagerten die Nacht hindurch nahe an der Brücke,die übrigen auf den Höhen um Aicha und in diesem Dorfe.Gerardi stellte sich mit seiner Abtheilung bei der Kapelle Maria-hülf auf. Hier theilt sich die Pusterthaler Straße; ein Zweigderselben zieht nach der Laditscher Brücke, ein anderer überSchabs und Neustift nach Briren. In dieser Aufstellung brachtenbeide Theile die Nacht vom 11. auf den 12. April zu, mit Un-geduld des kommenden Tages harrend.

Das unerwartete Erscheinen öfter. Truppen auf dem Kampf-plätze — die Bayern hakten diese noch ferne geglaubt, — diehieraus entstandene Vermuthung, das Hauptcorps folge derselbenin geringer Entfernung, so wie das tapfere Benehmen der Tiro-ler, deren Anzahl sich mit jeder Stunde mehrte, und deren Muthdurch die Gegenwart der Oesterreicher bis zur Begeisterung stieg,ließen den Bayern um so weniger Hoffnung zu einem glücklichenErfolge übrig, als auch die in ihrem Rücken liegende Brirner