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Erster Band.
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harrenden Truppen zu lange ausblieben, kam es an mehrerenOrten zu einigen Thätlichkeiten, welche sich ganz eigneten, dieFranzosen uno Bayern von ihrer nachihciligen Lage noch mehrzu überzeugen. Dem mörderischen und sicheren Feuer der Tiro-ler ausgesetzt, verloren sie in kurzem viele brave Krieger. In-zwischen kam Wrcden's und des französischen Stabsoffiziers Be-gleitung aus der Stadt an, mehr todt als lebendig über denGrimm und die Drohungen der Feinde. Ihre Erzählung liefvon Mund zu Mund, von Glied zu Glied; die Franzosen wurdensehr kleinlaut, die Bayern behaupteten noch immer eine ernste,ruhige, enschlossene Haltung, wiewohl auch bestürzt, daß ihr An-führer Wreden nicht mehr zurückkam.

Nun verfügte sich Tcimer hinaus zu Biffon, um ihn capi-tuliren zu mache». Da er doch etwas vorstellen wollte, und weiler nicht einmal seine Milizen - Uniform bei sich hatte, indem erverkleidet von Klagenfurth nach Tirol geschlichen war, so borgteer, um zu imponiren, von dem pensionirtcn öfter. Obersten Spaureine Jäger-Uniform, in der er bei der Verschiedenheit ihrer bei-derseitigen Statur seltsam genug aussah.

Teimer, in dieser Uniform begleitet von dem Commandantendes Innsbrucker Bürgermilitärs, Atzwangcr, dem ehemaligenöfter. Haupimann Grafen Jos. Taris und einigen Baucrnanfüh-rern, ging zur Triumphpforte hinaus zu General Bissen, dener auf einem freien Platze, nahe dem gräflich WolkensteinischenPalais in Wildau, mitten unter mehreren Oberoffizieren fand.Bissen empfing ihn mit ziemlicher Fassung, betheuerte, er wolleder Stadt nicht das mindeste Leid zufügen, Alles bezahlen,und forderte nur ungestörten, freien Durchzog nach Augsburgzur großen Armee. Bon den Bayern sprach er gar nichts, alsob sie ihn nichts angingen. Teimer erwiderte: es bleibe derganzen Truppe nichts übrig, als das Gewehr zu strecken. HVergebens versuchte Bisson den freien ungestörten Abzug nachSchwaben, selbst unter den lästigsten Bedingungen, zu erhandeln.Während er noch zauderte, gab Teimer den Tirolern, die harr-ten, wie die Sache ausginge, das Zeichen zum Kampfe.

1) Gesch. A Hofers, S. 96 u 97.

L) Gesch L. Hofers, S. 9^—96. — Das Heer von Jnneröste»reich, S, 2Z3-2ZT

ö) Gesch. A. HoferS, S. S7.