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zu vereinigen, und Oberstlieutenant Wrcden sendete seinen Ad-sutauten, den Lieutenant Masgrciter, voraus, utn dein Generalseine Ankunft zu melden. Am Stadtthore streckte ein Schuß, deraus einem Fenster geschah, den Adjutanten nieder. Die ange-kommenen Truppen fühlten nun, daß die Insurgenten auch Mei-ster von Innsbruck seyen.
Um sechs Uhr formirtcn sich die Franzosen und Bayern inSchlachtordnung; Erstere auf den Feldern zwischen Wildau, deralten berühmten Prämonstratenser Abtei, dem hartanstoßendenDorfe und der Sill; die Bayern zur Linken der Franzosen aufden Feldern gegen den Inn zu, die Front gegen die Stadt, —die Franzosen den Siliflnß im Rücken.
Tcimer, nachdem er alle Anstalten getroffen hatte, den Feindenzu begegnen, wollte sie jedoch lieber capituliren sehen. Er verfügtesich zu dem gefangenen General Kinkel und verfuhr mit ihm mitall' dem derben Ungcstümm, das rasch zum Ziele führen sollte. Ererzwäng von diesem unglücklichen Greise ein offenes Schreibenan den französ. General, worin er ihn aufforderte, jemanden indie Stadt zu schicken, um ihn von der wahren Lage der Dinge, vonder Stärke und dem Grimme des bewaffneten Landvolkes undvon der Unmöglichkeit des Entrinnens zu überzeugen. DiesesSchreiben, welchem Teimer keinerlei Versprechungen seiner Seitszufügte, sendete er au Bissen, Der' Oberst!. Wrcden aber schlugdem General vor, den Durchgang durch die Stadt zu erzwingen,oder einen Rückweg nach Zirl am rechten Jnnufer zu nehmen.Allein Bissen sah in den Vertheidigungsanstalten, der Kampflust,den Stellungen der Tiroler die Unmöglichkeit, sich mit den Waffenin der Hand einen Ausweg zu bahnen. Seine Unentschlossenheithieß ihn den Weg der Unterhandlung der offenen Waffengewaltvorziehen. Er schickte auf das Schreiben Kinkels, eines gefan-genen Mannes, den Oberstlieutenant Wrcden und einen französ.Stabsoffizier nach Innsbruck. Die Tiroler behielten gegenVölkerrecht diese beiden Offiziere in der Stadt, und schickten Nurihre Begleiter zurück. 0 Als diese und ihre Oberoffizicre den
t) Bayer. Thatenbuch/ S. 67 u. 68.
2) Oestcr. mil. Zeitschrift '833, 3. Heft/ S- 256.
3) Gesch A. HoferZ, S- 96.
ä) Bayer. Lhatenbuch/ S- 68.
5) Oester. mil. Zeitschrift 1833, 3. Heft, ,S 236 u. 257.
Schneidawind, Bi>. I. 11