Band 
Erster Band.
Seite
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Nothwehr nicht immer eingehalten ward, s) so ist es begreiflich,daß im Verlaufe dieses KricgeS Manches geschah, was die Ge-schichte lieber stillschweigend übergeht, als erzählt.

Während diese Ereignisse in Innsbruck geschahen, war derGeneral Fenner mit seiner Abtheilung in Brircn, und der Ge-neral Marschall mit der Reserve auf den Höhen von Schabs,Oberstlieutenant Leiningen streifte über Elauscn bis Botzen.Der Landsturm des Etschthalcö und des Vintschgaues erhob sichgleichfalls, und in einem Augenblicke war daS Land gereinigtvon Botzen über Neumarkt und Saturn, bis hinter die LaviS.Die von allen Seiten dctaschirtcn öfter, kleinen Corps warengeschäftig; der Oberstlieutenant Eetl nahm eine Aufstellung beiCanazei, am Anfange des Avisio- oder Flcimsthales; MajorLa Rotte ging nach Pieoe di Cadore, und trat mit der deta-schirten Abtheilung des Hauptmannö Zucchari und so mit derArmee dcS Erzherzogs Johann in Italien in Verbindung;Major Lodron erreichte Agordo am 17. April. In Mühlbacherhielt der öfter. Intendant Baron Hormayr einen Zettel vonEandwirth Hofer: „sie wollten miteinander nach Innsbruck."Hormayr antwortete: „Hofer könne sich ohnschwcr vorstellen,welchem heiligen und seligen Gefühl er — Hormayr — entsage,durch den Entschluß, sich diese triumphirende Wiederkehr in seine'Vaterstadt zu versagen, und Chasteler allein dahin ziehen zulassen. Aber noch bleibe sehr viel zu thun übrig; die Jnsurrec-tion müsse auch die welsch-tirolischen Gebirge ergreifen; manmüsse die bewaffnete Menge auf Trient Hinwälzen, und durcheine allgemeine Bewegung des Landes zugleich der Armee vonJunerösterrcich unter dem Erzherzog Johann die Linke bieten,

gleiche Sache zu machen, heißt es: „der Furchtsame, derZweifler, in der Stunde des hl. Kampfes ist ein Feind dcSVaterlandes. Wer immer sich dem Ausstände in Masse durchRath und That oder hinterlistige Einstreuungen widersetzt,wird hiermit der gerechten Wuth des Volkespreisgegeben" (Gesch. A. HoferS, S. tl 9 .)

1 ) ES ist bei Bartholdy (S- 219—20) aus Speckbachcr'S Mundecrzäblt, daß die Tiroler einige Bayern, welche sie bei deinAnzünden der Häuser (zu ihrer eigenen Vertheidigung) an»trafen und gefangen nahmen, in die Flamme warfen,