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und dem Feinde für Flanke und Nucken Besorgnisse erregen." —Hormayr ging am 14. April nach Batzen, um die Gemüther zuberuhigen uud zu ermuntern. Er ermunterte den General
Fcuner, eben dahin zu ziehen. Am 17. ging Hormayr nachMeran, uud musterte den trefflich bewaffneten Landsturm vonMeran, Algund, Tirol, Scheuna, Lana, Eastelbell u. s. w. Eben! damit in dem Dorfe MayS beschäftiget, wirbelte von ferne
§ Staub empor und es erscholl der Ruf: „die Passeyrer kommen."
! In wenig Minuten ritt der Saudwirth Andreas Hoher durch
^ die lange Gasse der hier in Reihe und Glied aufgestellten
! LandeSverthcidiger herauf. Hormavr sprengte ihm entgegen,
! sprach wenige, aber feurige Worte über den Sieg der vaterlän-
! dischen Freiheit uud über das ihm in Wien gegebene, hier ge-
i löste Stelldichein. „Nach einem „Herr Gott dich loben wir"
^ ging es hinauf in das Hauptschloß Tirol, wo Hormayr uud
Hoher die Versammlung gegen die bisherige Regierung, deren^ Joch abgeschüttelt werden müsse, oder bereits abgeschüttelt sey,mit schneidenden Worten zu erbittern suchten. Hierauf verlasjener das Besitzergreifungspatent des Erzherzogs Johann, wo-rin es hieß: „Die Widerhcrstellung der alten Verfassung inallen ihren Theilen geschieht, außer wenn und wo neuere Ver-fügungen im Einzelnen wirklich genützt und erleichtert haben,ohne dem Ganzen zu schaden. — Die getreuen vierStände Tirols, als: Hoch- und Domstifter, die Prälaten,Herren und Ritter, Städte und Gerichte, sind in ihrer ganzenvormaligen, der Erwerbuugsurkunde von 1363 gemäßen, durch^ die nachfolgenden landesherrlichen Reverse, Freiheitsbriefe und
! Laudtagsbcschlüffe bestätigten repräsentativen Form, anmit aus-
! drücklich und feierlich wiederhergestellt. Alle Geschäfte, deren Zugi bisher nach München gegangen ist, gehen provisorisch an den Jnten-- bauten, der sie sodann weiter an die höchste und allerhöchste Stellebegleiten wird. — Der Intendant ist -c. Joseph Freiherr v. Hormayr."
Am 18. brach Andreas Hofer mit den bewaffneten Land-schaaren nach Botzen auf. Als Hofer bei Beginn des Aufstan-des mit 4—500 Mann durch St. Lconhard über die Brückekam, rief ihm ein Tiroler zu: „Nu Anderle, wie ischs, muß man
denn da mit." — „Na," sagte Hofer, „e muß ischts just nit
nur wer lei (gerade) will." — „Dann isch es schon recht," ent-! gegnete der Andere, nahm seinen Stutzen und folgte ihm in den