wieder hergestellt wurde. Diese rückten bis Karbols auf derTrienter Heerstraße vor. Hier hatten sich die Franzosen undItaliener unter General Fontanelli ausgestellt, Gardolo di sopra,Monte di sopra auf der rechten Flanke ihrer Stellung, mit demlinken Flügel an die Etsch angelehnt, und Bocca di Vela ausdem rechten Etschufcr besetzt haltend. Nachdem sich Heilungendurch den Augenschein von der Aufstellung der Franzosen undItaliener auf dem linken Etschufcr überzeugt hatte, zog er sichnach LaviS zurück. Gegen Abend wurden aber seine Vorpostenangegriffen und anfänglich von den Franzosen zurückgeworfen.Eine herbeigeeilte llnterstiitzungstruppe und Leiniiigens Tapfer-keit und zweckmäßige Gegcnanstalten zwangen den Feind zumeiligen Rückzüge in seine Stellung von Gardolo.
Oberstlieutenant Göldling war am Vormittage desselben 21.AprilS mit 2 Compagnien Jäger des 9. Bataillons von derBrigade Fenner bei Satnrna über die Etsch gegangen. Vereintmit dem Pafseyrer und Vintschganer Landsturm, zog er überDeutsch- und Wcltschmetz und auf dem beschwerlichen Fußwegevon Zambana nach Verzano. Abends.griff er die bei diesemOrte Und Bocca di Vela aufgestellten feindlichen Posten an undwarf solche bis nach Pie di Castello auf dem rechten Etschufcr,Trient gegenüber, zurück.
Durch diese gelungene Bewegung der Oesterreichs wurdedie Aufstellung des Generals Baragnay d'Hilliers bei Trientin ihrer linken Flanke umgangen, und die Nückzugölinie desGenerals nach Roveredo bedroht.
Am 21. war das erste Gefecht, an dem die südlichen Tiro-ler Theil nahmen. Die Schützencompagnien von Botzen undSchlanders unter den braven Hanptleuten Gaßer und Frisch-mann zeichneten sich ganz besonders aus, und retteten unter an-dern einen schwer verwundeten und gefangenen Offizier ausFeindes Hand.
Der Oberstlieutenant Ertl mit seiner Colonne hatte der er-haltenen Weisung gemäß Segonzano im Fleimsthale erreichtund rückte am 21. April über Caravaggio gegen Civezzano vor,um den rechten Flügel der französischen Aufstellung bei Trientzu umgehen.
Der General Baraguay d'Hilliers besorgte bei diesemStande der Dinge, seine Gegner möchten sich auf seinen beiden
Schncidawind, Bd I. 12