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Italien nur durch Gensdarmerie beschützte Mailand, ausgeführtwerden können, und es würde das Corps des General Polfran-ceschi gewiß aufgerieben worden seyn. Auch ohne diese Hülfebestanden die Insurgenten die Gefechte bei Lerna, Saffella, S. Gia-como, und behaupteten fortwährend die Höhen, indessen Polfran-ceschi die Hauptorte und das flache Land besetzt hielt.
Tirols Lcrthridigung war in ihrer rechten Flanke gesichert,die Quellen der Enns und der Muhr geschützt, Jnnerösterrcichgedeckt, eine wichtige Communicaliou mehr in das Herz derMonarchie offen erhalten, wenn das Salzburgische Gedirgslandsich an Tirol's Sache anschloß. Ehastcler und Hormapr ließeneinen Aufruf au die Bewohner ergehen, und sagten in demselben:„Biedere, treue Bewohner des Salzburgischen Gebirgslandes!Auf! auf! — Kühne Pinzgauer, stürmet hin gegen Tarenbach,Luflenstein und Schueitzclreit — ihr wackern Pangauer auf Wer-fen und Lueg... Euch vereiniget zum schönen Kranz mit denTirolern der nämliche milde Scepter des geliebten Kaisers, euchvereiniget damit die starke Lage eures, jeder Gewalt spottendenGebirges, endlich das hohe Interesse einer zu erringenden glei-chen Freiheit.... Wir erwarten Abgeordnete von euch. Waseuch Muth geben kann, hört von uns. Was dieser Muth bewir-ken werde, davon wollen wir Augenzeugen seyn."
Nun handelte es sich aber auch um die linke Flanke Tirols,und wenn die rechte für die Erhaltung, Consolidirung der Jn-surrceiion und Tirols selbst unumgänglich nothwendig war, sohing dagegen die Ausbreitung und Sicherung verschiedener derwichtigsten Elemente des Krieges von der linken ab. — Auf derrechten beruhte ein Hauptknoten der Defensive, die linke war fürdie Offensive ganz unerläßlich, und höchst bedeutend für die Be-festigung und für die Dauer des Vertheidigungskrieges; demnachwar es von der allerhöchsten Wichtigkeit, auch daö Ländchen Vor-arlberg uneingeschränkt zu besitzen, weil dadurch, in Verbindungmit der schweizerischen Neutralität, die ganze westliche Seite Ti-rols von Veltlin bis Kcmplcu heraus angriffsfrei blieb, und mandurch Vorarlberg noch am leichtesten Getreide aus Schwabenund über den Bodcnsec her, beziehen konnte. — Um aus derSchweiz, trotz ihrer Neutralität, trotz der Drohungen des fran-zösischen Ministers Talleyrand, trotz der Ränke, der, besonders inden Eantouen St. Gatten und Thurgau zahlreichen französischen