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Unter den Ländern, die Oesterreich im Jahre 1809 zumKriegsschauplätze auscrsehen hatte, war Polen dem ErzherzogFerdinand von Este, einem Bruder der damaligen Kaiserin, be-schieden worden. Der laut ausgesprochene Beseht, den er hatte,war, das Großherzogthum zu besetzen, dadurch den Unruhen zubegegnen, die in Gallizicn ausbrechcn könnten und Polen imZaume zu halten. Allein der geheime Befehl war, wie Mor-tonval und Pelct namentlich angeben, dem Schwanken Preußensund Rußlands ein Ende zu machen, bis Dauzig vorzurücken,um den Brüten die Hand zu bieten, deren Flotten das baltischeMeer bedeckten, und den Aufständen, welche in den nördlichen Pro-vinzen Deutschlands zum Ausdrucke bereit waren, eine Stützeund einen Mittelpunkt für ihre Operationen zu gewähren. Polenselbst, ohne Unterlaß durch innere Zwistigkeiten und in den letztenZeiten durch grausame Umwälzungen zerrissen, schien für dieUmtriebe der Coalitio» ein ganz geeigneter Schauplatz zu seyn;Agenten wurden nach Warschau und in das ganze Großzogthumentsendet, um durch alle mögliche Mittel, selbst unter dem Scheinedes Patriotismus und der Freiheit, Napoleon den Herzen derPolen zu entfremden. Der Erzherzog Ferdinand selbst hatteschon im vorigen Jahre Gallizicn bereist, um die AnhängerOesterreichs zu vermehren oder zu ermuthigen. In seinem Ge-nkralstabe befand sich General Neipperg, ein Mann, der, in allediplomatischen Verhältnisse seiner Zeit verwickelt, lange Zeit dieösterreichischen Truppen, die Warschau am nächsten lagen, befehligtund einen Verkehr mit dessen bedeutendsten Einwohnern unter-halten hatte. Viele von den österreichischen Agenten wurdennachmals entdeckt und zur Strafe gezogen.
Die Truppen des Erzherzog Ferdinand, das siebente Armee-korps bildend, sammelten sich zuerst bei Krakau, Konskic, Nadom,und concentrirten sich hierauf bei Odrzipol, auf der großen Straßevon Krakau nach Warschau , unweit der Pilicca HPiliza). Ge-neral Mohr befehligte die Vorhut — 5 Bataillons und 6 Es-cadrons — und hatte den Fluß gegenüber von Nowemiasto besetzt.Die Oesterreicher bestanden größtcntheils aus alten versuchtenRegimentern, die man seit langer Zeit zu den besten des Heeresgezählt hatte, als Davidovich, Vukassovich, de Ligne, Strauch,Kottulinsky, Werdenfeld, Bastlet u. s. w. Hier befanden sich dieGenerale und Obersten St. Julien, Mohr, Schauroth, Trauten-
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