berg, Neipperg, Drusch, Mondet, und viele andere längst ge-schätzte und bekannte Oberoffiziere.
Die Lage Poniatowoky's war schwierig. Von den FeindenFrankreichs und Polens nmsaßt, zweihundert französische Meilenvon der französischen Armee entfernt, von dieser selbst durchösterreichische Länder geschieden, wurde er durch den Marsch dersächsischen Armee unter Bernadottc von Dresden an die Donaunoch mehr isolirt, und das russische Hauptquartier befand sichnoch 50 Stunden von Warschau. Dennoch erwartete Napoleonvon ihm, daß er, durch seine Necrutirungmi und die beritteneLandwehr von 10,000 Mann verstärkt, im Stande seyn würde,Krakau zu bedrohen. Pomatowoky suchte sein schwaches Heerso viel wie möglich zu vermehren. Ohne zu viel Vertrauen indie kam ausgesprochene Dazwischenknnst der Nüssen zu setzen,glaubte er nicht, so bald in das Feld rücken zu müssen. Darintäuschte er sich, wie auch Napoleon, der, in vollem Ver-trauen auf die von Kaiser Alexander eingegangenen Bundesver-pflichtungen, auf eine so thätige Mitwirkung der Russen rechnete,daß sie die Oesterreicher an ihren nördlichen Grenzen selbst an-greifen würden, ehe diese in Verfassung seyen, Polen zu beun-ruhigen.
Das feindliche Corps begann seine Bewegungen zum Angriff.Die Hauptstärke ging bei Nowemiasto über die Pilicca, 12 deutscheMeilen von Warschau. „Die Oesterreicher," sagt Pelet bei dieserGelegenheit, „würden wohl nicht in das Großherzogihum einge-fallen und so weit gegen Norden gedrungen seyn, wenn sie nichtüberzeugt gewesen wären, daß die beiden bei Drohiczin und Brzyskkantonireuden russischen Divisionen, besonders aber diejenige, diebei Wladimir in ihrem Rücken und auf der Grenze von Alt-Galtizien stand, unthätig bleiben würden." Der Erzherzog Fer-dinand sendete den General Branowatzky mit 2 Bataillons und8 Schwadronen auf die Straße von Czenstochau nach Olkuzk;2 Escadrons von Kaiser-Husaren, bei Okuniew auf dem äußerstenrechten Flügel aufgestellt, beobachteten Praga. Die Aufstellungeures Detaschcmentö an der Grenze von Schlesien beweist denpolitischen Zweck des ganzen Unternehmens, da dasselbe am rechtenUfer der Weichsel dem Erzherzog ungleich nützlicher gewesen wäre.
Das erste, was der Erzherzog in Nowemiasto that, war,daß er eine Proklamation an die Polen erließ, in welcher er sie