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Erster Band.
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Erzherzog Ferdinand wissen ließ, daß er noch an demselben Tage,den 15. April, des Morgens um 8 Uhr in das Großherzogthumeinrücken werde. Sofort zog Poniatowskp sein? Truppen zusam-men, und traf Anstalten, dem Feinde entgegen zu gehen. Erwollte demselben zeden Fuß breit Landes streitig machen, beson-ders aber durch den heftigsten Widerstand dessen Einrücken inWarschau verhindern. Obgleich das polnische Heer wegen sei-ner Schwäche den Sieg nicht wohl hoffen konnte, so war esdoch den Forderungen einer erleuchteten Politik recht angemessen,gleich anfangs eine Schlacht zu wagen, zum Beweis, daß mangesonnen jene, die Uiiabhäugigkeik zu behaupten. Den 15. zogPoniatvwskp mit seinen disponiblen Truppen nach Naszmi, dreiStunden südlich von Warschau, auf dein Wege nackt Nowemiasto;ihn begleitete ein Eorps Sachse» unter den Befehlen des General-Masor Dyherrn, der zwar Ordre hatte, sogleich zu Bcrna-dotte abzurücken, aber bei der dringenden Gefahr und so nahevor einem Treffen die neuen Unterthanen seines Königs nichtverlassen wollte. Die Polen bezogen hinter dem sumpfigen Flnß-chen Rnowa eine Stellung, von wo sie, die kürzesten Wege sper-rend, leicht die Straßen nach Gora und Blonie einschlagen konn-ten, ganz ähnlich derjenigen, die einst Thaddüus KoSziuszkoaus demselben Platz genommen hatte. In seiner Fronte hatte daSpolnische Lager das kleine Städtchen Naszyn, bis wohin daSTerrain sich ganz wenig erhebt; rechts machten Sümpfe dasUmgehen nicht Möglich, links waren zwar auch Sümpfe, dochnicht undurchdringliche. Die nach Warschau führende Straßeging beinahe mitten durch das Lager, Die Polen bestanden aushöchstens 13,000 Mann; die Sachsen aber zählten nur drei sehrschwache Bataillons, 150 Husaren und 10 Kanonen, in allemetwa 1200 Mann. Nodsmeczkp wurde mit dor Reiterei beiTarczym aufgestellt, und beobachtete mit seinen Streifwachen dieganze Gegend.

Fürst Joseph Poniatowsky war von jenem ritterlichen Geistebeseelt, der sich in Polen besser erhalten hat, als i» vielen an-dern Ländern Enropa's; er hatte alles, waö diesen bezeichnet,einen glänzenden Muth, feine Sitten, einen biedern, edlen Sinn,eine Beharrlichkeit, die um so größer war, je gewissenhafter ersich für eine Sache entschied. Seine Persönlichkeit erhöhte nochdiese vortrefflichen Eigenschaften. Sein Patriotismus und seine