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Liebe zur Unabhängigkeit, die er weder bei seinem Oheim, KönigStanislaus, noch an fremden Höfen jemals verleugnet hatte,glänzten vor Allein; er hatte den Krieg studiert, verstand ihn zuführen, und fand Gefallen daran; doch hörre er gerne auf denRath derjenigen, die ihn umgaben, und sein Vertrauen verdienten.In seiner damaligen sehr schwierigen Lage und Vereinzelung mußteer noch die Eifersucht seiner Umergenerale in Schranken halten,die sich bereits in den Nationalkriegcn hohem Ruhm erworben,und großen Ancheil an den Siegen der französischen Armee hatten.
Der Erzherzog Ferdinand rückte mit starken Schritten vonKrakau über die Pilicca nach Nowcmiasto vor, aber langsamervon da nach Naszyn. Die polnische Reiterei hatte am 10., 17.und 18. April bei Krame, bei Pietrikosp verschiedene kleine Ge«fechte mit der feindlichen Vorhut. Am 19. Frühe erschienen dieOesterreicher im Angesichte der polnischen Armee.
Poniatowokp traf die Anstalten zum Gefechte. Er hatte dieUebergäuge über die Rnowa, die einen fast unwegsamen Sumpfbcgränzt, besetzen lassen. Auf den rechten Flügel bei Michalowitzstellte er den General Rieganskp mit dem dritten Regiment auf;auf den linken Flügel bei Iaworowo den General Kaminsky mit2 Bataillons vom 1. und 8. Negimente; im Mittelpuncte, auf dervon Tarczpm nach Navarzpn führenden Straße, bei Raszpn, standdas zweite Regiment mit etwas sächsischer Reiterei. Vor dieser Liniewurden die Zugänge mit Truppenabthcilungen zu Pferde und zuFuß vertheidigt; namentlich hielt der General Socolniczky mit2 Bataillons von: 1. und 8. Negimente Falentp, das zwischenzwei Armen der Nnvwa liegt, besetzt; rechts von Falentp standein drittes Bataillon mit 2 Kanonen; hinter dein Centrum befandsich das Gros der Reiterei, welches von da auf alle Puncte derStellung ein wachsames Auge haben sollte; die übrigen Truppenwaren in und bei Naszyn in Reserve.
Das feindliche Armee-Corps bildete ebenfalls seine Schlacht-reihen , und rückte mit starken Colonncn gegen Falentp und Naszyn,mit schwächeren aber gegen Iaworowo und Michalowitz vor. Umzwei Uhr des Mittags erschienen die Oesterreicher bei Falentpund begannen den Angriff, indem sie dieses Dorf beschossen unddas nahe Gehölz angriffen. Die polnischen Batterien, von GeneralPelletier befehligt, thaten dem Feinde zwar vielen Schaden, aberdieser nahm dennoch nach einem sehr lebhaften Gefechte da-