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Erster Band.
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frühern Fehler, die Corps wieder in das stets von ihm beabsich-tigte System der Concemration zurückgeführt, seinen rechtenFlügel dem Erzherzog in den Rücken gebracht, bedrohte bereitsdessen Rücken und dessen Operationslinie und Verbindung mitWien. Nie hat vielleicht ein Mann schwerer in der WaagedcS Schicksals gewogen, als Napoleon in den, Feldzugevon 1809!

Die Reihe von Gefechten am 19. April wird das Treffenvon Thann genannt. Die öfter. Truppen hatten am heutigenTage festen Sinn und Ergebenheit gezeigt; sie verloren gegen7000 Todte, Verwundete und Gefangene, Fürst Hohenzollernallein bei 100 Offiziere und 3304 Mann. Das Davvuft'scheCorps büßte zwischen 2500—3000 Mann an Todten, Verwun-deten oder Gefangenen ein; der Verlust der Bayern war nichterheblich.

Napoleon befand sich die Nacht vom 19. auf 20. April inVohburg. Sein Kopf war voll großer Ideen, gewaltiger Plane. ')Er hatte sich mit dem Terrain an der Adens genau bekannt ge-macht. Durch die Vereinigung seiner Armee hatte er schonvieles gewonnen, und war fetzt im Stande, alles zu unter-nehmen. Die Blöße, die ihm des Feindes Manöver gegeben,schnell in allen ihren Folgen erfassend, wollte er die Lückezwischen dem Erzherzog Carl und General Hiller benutzen, die-selbe erweitern, die Trennung zwischen diesen beiden Abtheilungender öfter. Armee, die auch von Bellcgarde getrennt ist, vollen-den ; den linken Flügel des Feindes vernichten, Landshut besetzen,und somit die Magazine, die Basis, die Operationslinie des Erz-herzogs, an der diesem, wie aus seinen letzten Befehlen erhellre,sehr vieles gelegen war, wegnehmen, seinen Gegner in demdurch die untere Isar gebildeten Sack, in den sich dieser hineinbegeben hatte, einschließen, und so mit einem Schlag und inwenigen Momenten Bayern befreien und die Straße nach Wien

1) Napoleon selbst erklärte die nun folgenden Operationen, dieSchlachten und Treffen von AbenSberg, Landshut und Eck-müht für seine geschicktesten Manöver». (.Vtemoires poerrservil- I'llistoire <te bwonce, par iVtonltrolon, lom. II.,piig, 2Lj.).

Schneidawind, Bd I. 15