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Erster Band.
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Dianchi, überflügelt und beinahe umringt, fechten mit einer Hin-gebung, die ihnen um so mehr zur Ehre gereicht, als die Bayernund Würtemberger bei dieser denkwürdigen Gelegenheit sich selbstübertreffen. Die treffliche Position von Schwabruck und Kirch-dorf unterstützt die Anstrengungen der Oesterreicher, und ihrWiderstand dauert fort, selbst nach der Besetzung von Rohr, daseine Stunde entfernt im Rücken der Oesterreicher liegt.

LanneS, vor Rohr inzwischen eingetroffen, manöverirt so-fort gegen die rechte Flanke der Stellung des Generals Schu-stekh, der mit seinen Husaren-Schwadronen vom NegimcnteKienmayr aufgeritten war. Die frauz. Reiterei umgeht Rohr,und sucht die Oesterreicher im Rücken zu nehmen; diese, umihrer Infanterie Zeit zum Rückzüge zu geben, greifen die Caval-lerie an, werfen die erste Linie des Feindes zurück, werden aberdurch die zweite wieder geworfen. Die franz. Eürassicre ver-folgen die öfter. Husaren lebhaft durch Rohr, um das Feuerder aufgestellten Infanterie von Schustekh und Thierry sichwenig bekümmernd, und finden im Dorfe nur geringen Wider-stand. Der General Schustekh beeilt sich, die Anhöhen hinterRohr zu erreichen, aber die franz. Schwadronen lassen denOesterreicher« keine Ruhe, und zwingen sie zum Rückzüge bis indie weite Ebene hinter dem Walde. Thierry nimmt die von ihmgetrennt gewesenen Dragoner von Levenehr wieder auf, undlaßt sie mit Schustckhö Schwadronen zu einem neuen Angriffvorrücken, der aber keinen Erfolg hat, Schustekh wird mit derReiterei geworfen, seine weiteren Rückzugslinicn fast überall abge-schnitten, und es bleibt seinen Reitern nur noch das letzte Mittelübrig, sich entschlossen durchzustarten. Ihren heldenmüthigenObersten, Anton Hardegg, an der Spitze, stürzen sich LevenehrSDragoner in die überlegene feindliche Reiterei, mit dem Ent-schlüsse, sich um jeden Preis durchzuschlagen, brachen auch diefeindlichen Linien nacheinander durch, und ohne eine Standarteverloren zu haben, entkam ein — freilich verhaltnißmäßig nursehr geringer — Theil des Regiments. Auch die Husaren desGenerals Schustekh schlugen sich durch, von Lannes mit seinerüberlegenen Reiterei bis Gilzhausen und Rottenburg verfolgt,wo sie durch die Brigaden Hofmeister und Weißcnwolf aufge-nommen wurden. Die öfter. Infanterie wird nun von Lannesvon allen Seiten angefallen; Thierry läßt den Muth nicht