nehmen, richtete wirklich ein feines Schreiben an Napoleon, inwelchem die auf die edle Ursache seines Schrittes hinzeigendeStelle vorkommt: „Ich fühle mich geschmeichelt, Sire! demgrößten Feldherrn des gegenwärtigen Jahrhunderts gegenüber zustehen! Noch glücklicher würde ich mich fühlen, wenn das Schick-sal mich ausersehen hätte, meinem Vaterlande die Wohlthat ei-nes dauerhaften Friedens zu verschaffen."
Napoleon beantwortete dieses Schreiben nicht s es trieb ihnfort nach Wien, um unter diesen Mauern seine siegreichen Fah-nen abermals wehen zu lassen. Er ließ am 1. Mai an Massenaschreiben, in Eile nach Linz zn marschiren, sich der Traun - undDonaubrücke zu bemächtigen, sogleich Brückenköpfe auswerfen zulassen und Streifzüge nach Wels zu senden, um mit der Armeein Verbindung zu treten. Der Marschall Davoust war auf Pas-sau vorgerückt; die Marschälle Lanncs. und Bessieres wurden aufLambach vorgesandt. An Massen« wurde nochmals geschrieben,wenn der Feind die Traun vertheidigen wolle, so solle er dievortheilhafte Stellung von Ebersbcrg nehmen. Dem MarschallLefebvre befahl aber Napoleon, Tirol wieder zu unterwerfen, undzugleich dem Feinde den Schlüssel zu Deutschland und Italienzu entreissen.
Da der Erzherzog Carl den Oelzweig nicht fassen durfte, sogriff er um so muthiger zum Schwert, um solchen abzuzwingen.Sein Herz war beruhigt, war hoch belebt für die neue Aufgabe.