Dreizehntes Auch
Napoleon war nach der Schlacht von Ajpern mit zahlrei-chen Schwierigkeiten und Gefahren umgeben; seine Armee bliebmehrere Tage isolirt und getrennt, während die öfter, wie neubegeistert war. Die ungarische Züsürrection rüstete sich, unddrohte bald im Marchfelde su erscheinen; die Ausstände in Tirol,in Vorarlberg, raubten ihm Truppeumassen, die er aufdem Schlachtfelde bei Wien brauchen konnte, und mit Unruhesah er bald neue Feinde sich erheben, und alte Freunde erschlaffen.Durch die Schlacht von Aspern erhielten die für Oesterreichgünstigen Gesinnungen, die das Unglück im April cutmuchigthatte, neuen Schwung. Die Schlacht schien die sicherste Bürg-schaft eines glorreichen Endes des Krieges für Oesterreich; soabtheilte man, wie es scheint, auch im öfter. Cabinette, und dieseMeinung wurde weiter verbreitet. Jetzt schien auch der Augen-blick gekommen, um den Aufstand im Rücken Napoleons undseines Heeres weiter auszubreiten. Das zerstückelte, von Con-tributiotien niedergedrückte Preußen athmete nur Rache; bereitswar Tirol und Vorarlberg aufgestanden; im hannoverischenGebiete gab es zahlreiche Anhänger der englischen Regierung;man zählte dort 30,000 entlassene Soldaten, aus denen manschnell eine Armee bilden konnte; in den Provinzen, welchefrüher zu Preußen gehört hatten, in Hessen, überhaupt in denLändern, aus denen das Königreich Wcstphaleu gebildet worden