war, waren der Adel und die Landesbehörden bereit, sich zu er-heben, und Volk und Soldaten mitsortzurcißen; vielerlei Beweg-gründe, und die Bestrebungen deö Tugendbundes wirkten zu-sammen, um gegen fremde Herrschaft oder für die im letztenpreußischen Kriege vertriebenen Fürsten, oder im InteresseOesterreichs sich zu erheben.
Oesterreich beeilte sich, einen Sieg, den es so eben auf demaltbcrühmten Siegcsfeldc der Habsburger erfochten hatte, lautund überall, so wie der Franzosen Verluste zu verkünden. InEngland frohloktc man über die Schlacht von Aspern; in Nomwaren die SiegcSnachrichtcn eben so willkommen, und die anti-sranzösischc Partei in den Cabinettcn, Feldlagern, oder an denHöfen erhob zuversichtlicher ihr Haupt. Es wurde die Bil-dung einer verbündeten Kette eingeleitet, die sich von Dresdenbis Leipzig, dann über Baireuth, Mcrgentheim, Stockach, bis indie Thäler von Italien und bis an die Ufer der Etsch erstreckte;Oesterreich, England und ihre Freunde bereiteten sich, den gal-lischen Imperator, der sich so weit von seinen Staaten entfernthatte, zu umringen, seine Verbindungslinien, seine Basis undselbst das stanz. Gebiet zu fassen. Proclamationen, Geldsen-dungen, Versprechungen durchkreuzten sich. Das Cabinet vonSt. JameS bewilligte dem siegenden Oesterreich Subsidicn, diees dem geschlagenen nicht ertheilt hätte, und gab seinen FlottenWeisung, nach Neapel, nach Trieft, nach den jonischen Inselnzu segeln; Lord Stewart sollte sich mit einer zahlreichen Armeeeinschiffen, und an den Mündungen der Elbe landen. Ein all-gemeiner Aufstand wurde gegen Napoleon eingeleitet.
Die Gesinnungen Rußlands gegen Napoleon waren nichtrein. Der Oberst von Steigentesch, der vom öfter. Hostageran das preußische nach dein Siege von Aspern gesendet wurde,sagte dem Baron Linden, k. westphälischcn Gesandten, selbst: „ersey überzeugt, daß die Freundschaft des Kaisers Alexanders fürFrankreich wenig solid sey." Savary will damals zu seinemGebieter in Bezug hierauf gesagt haben: „ich glaube, daßAlexander nicht gerade böse ist, Sie m diesen Krieg verwickeltzu sehen, und daß die Oesterrcicher ihn nicht begonnen hätten,wenn sie nicht wenigstens von der Unthätigkeit der Russen über-zeugt gewesen wären. Ich glaube, daß man von allen Seitenn ihn dringt, sich gegen uns zu erklären, und daß, wenn wir